Samstag 08.03.14, 17:08 Uhr

Piraten gegen Fracking

Die Bochumer Piraten schreiben: »Mit sofortiger Wirkung unterstützen die Bochumer Piraten die “Korbacher Resolution“. Die Piratenpartei lehnt seit dem Bundesparteitag 2012.2 in Bochum das Fracking grundsätzlich ab. Das Aufsuchungsfeld “Ruhr“ der Wintershall Holding GmbH kann die Wasserschutzgebiete Bochum-Stiepel und Witten stark beeinträchtigen. Da dadurch die Wasserversorgung der Stadt Bochum gefährdet wird, haben sich die Mitglieder der Piraten Bochum basisdemokratisch zu diesem Schritt entschieden.
Stephanie Kotalla, Diplom-Ingenieurin der Landschaftsarchitektur und Umweltplanung sowie Ratskandidatin der Piraten Bochum erklärt dazu: „Die Förderung unkonventioneller Gasvorkommen muss verboten werden. Fracking ist eine Hochrisikotechnologie. Die Folgen sind nicht kontrollierbar, nicht rückholbar und nicht reparierbar. Gerade im Ruhrgebiet ist es Wahnsinn, auch nur dafür Probebohrungen zu machen. Das haben wir erst zum Jahreswechsel am Hauptbahnhof in Essen mit den Bergsenkungen sehen können. Die ganze Region ist mit unkartiertem Bergbau durchzogen. Bei Frackingunfällen gibt es keine Gegenmaßnahmen, die angewendet werden können und Unfälle passieren leider immer wieder.“
Die Gefahren, die durch das Fracking entstehen, sind für die Umwelt und den Menschen sehr groß. Sollte es zu Leckagen in den geplanten Bohrungen in unserer Region kommen, können die im Frackingverfahren eingesetzten, gefährlichen Chemikalien ins Grundwasser gelangen. Dadurch wird sich das Leben in unserer Umgebung massiv verändern. Das Grund- und Trinkwasser ist dann nicht mehr brauchbar. Das heißt für den Alltag, dass das Wasser zum Kochen, Wäsche waschen oder Duschen in Tankwagen herangefahren werden muss. Das Leitungswasser kann dann nur noch zur Toilettenspülung genutzt werden.«

 
 
 
 


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