Donnerstag 13.02.14, 17:31 Uhr
Ver.di hat Tarifforderung für den öffentlichen Dienst beschlossen

Ziel ist eine deutliche Reallohnsteigerung

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat ihre Forderung für die kommende Tarifrunde im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen beschlossen. „Unser Ziel ist eine deutliche Reallohnsteigerung,“ sagt Gudrun Müller, ver.di-Geschäftsführerin in Bochum. Die Forderung lautet: Lohnerhöhung um 100 Euro plus 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Außerdem fordert ver.di 30 Tage Urlaub sowie die unbefristete Übernahme der Auszubildenden und eine spürbare Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro. Für die Beschäftigten im Nahverkehr soll es zusätzlich eine Zulage von 70 Euro geben, um das Berufsfeld für Berufseinsteiger attraktiver zu machen.
In einer Stellungnahme von ver.di heißt es: »Noch immer liegt der öffentliche Dienst hinter der Tarifentwicklung der Gesamtwirtschaft zurück. Gleichzeitig wächst die Konkurrenz mit der Privatwirtschaft um qualifizierten Berufsnachwuchs und Fachkräfte. Vor diesem Hintergrund will ver.di den Verzicht der Arbeitgeber auf die Möglichkeit zur sachgrundlosen Befristung erreichen.
„Die Bürgerinnen und Bürger sind tagtäglich auf die guten und zuverlässigen Leistungen des öffentlichen Dienstes angewiesen. Deshalb gehen die Beschäftigten selbstbewusst in diese Tarifrunde und wissen: Wir sind es wert!“ so Müller.
Die Tarifverträge sind mit Wirkung vom 28.02.2014 gekündigt. Die erste Verhandlungsrunde ist für den 13. März 2014 vereinbart. „Unsere Mitglieder wollen eine zügige Tarifrunde mit einem raschen Ergebnis am Verhandlungstisch.“ erklärt Gudrun Müller. „Dennoch sind wir auch auf einen möglicherweise schwierigen Verhandlungsverlauf gut vorbereitet und könnten schnell mit Aktionen nötigen Druck aufbauen.“
In Bochum sind viele Tausend Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von der bevorstehenden Tarifauseinandersetzung betroffen. Dazu zählen die Beschäftigten der Stadtverwaltung, der Sparkasse, der Stadtwerke, der Bogestra, der Senioreneinrichtung Bochum (SBO), der Knappschaft-Bahn-See (KBS) sowie der Arbeitsagentur und Jobcenter u.a.m.«

 
 
 
 


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