Samstag 18.01.14, 11:23 Uhr

Ruhr-Uni behält rechten AStA

Auch wenn die Listen, die bisher an der Ruhr-Uni den rechten AStA getragen haben (Nawi, Gewi, Il und Jusos) insgesamt 2 Sitze (von 19 auf 17) und damit die absolute Mehrheit im Studierendenparlament verloren haben, gilt es als sehr wahrscheinlich, dass sie mit Unterstützung aus dem Spektrum der übrigen rechten Splittergruppen (RCDS, Rewi, Julis) auch weiterhin über eine ausreichende Mehrheit verfügen. Die Linke Liste, die im vergangenen Jahr nicht kandidiert hatte, holte 6 Sitze und nahm offensichtlich vor allem der Grünen Hochschulgruppe (GHG) Stimmen ab.  Die GHG schrumpfte von 9 auf 5 Sitze. Wahrscheinlich war auch Entscheidung der hessischen Grünen mit der CDU eine Landesregierung zu bilden, nicht sonderlich hilfreich. Die Wahlergebnisse 2014 und 2013:

2 LeserInnenbriefe zu "Ruhr-Uni behält rechten AStA" vorhanden:

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18. Jan. 2014, 22:58 Uhr

LeserInnenbrief von Sebastian Pewny:

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich las gerade diesen Artikel von bo-alternativ:
http://www.bo-alternativ.de/2014/01/18/ruhr-uni-behaelt-rechten-asta/

Die Grüne Hochschulgruppe Bochum hat an Stimmen verloren, dass ist richtig. Ob man dies mit den Entscheidungen eines Hessischen Landtages in Verbindung bringen kann, wage ich zu bezweifeln. Die GHG trat seit langem wieder alleine an und hat nun ausschließlich Grüne Parlamentarier im Studierendenparlament der Ruhr-Universität Bochum. Ebenfalls bezweifele ich, dass der AStA “rechts” ist, vielmehr glaube ich, dass einzelne Listen sich “unpolitisch” geben und es so eher passieren kann, dass dort Menschen mit jeder Gesinnung unterkommen könnten. Sämtliche Hochschulpolitischen Listen haben sich klar gegen Rechts distanziert. In der Vergangenheit gab es Sympathien von einzelnen Menschen zur AfD, diese sind aber bereits aus dem AStA oder Parlament ausgeschieden. Von weiteren ist mir nichts bekannt. Bei betreffender Liste musste ich in letzter Zeit feststellen, dass dort mehrheitlich linksorientierte Menschen in der Führung der Liste sind. Ich kann nicht erkennen, wo die Jungliberalen “rechts” sein sollen. Insbesondere diese haben sich deutlich vom Faschismus distanziert. Ich kann nicht ausschließen, dass “rechtspopulistische Gedanken” bei einzelnen Menschen vorkommen. Ich setze aber, wie bereits im 46. Studierendenparlament auf den Dialog und die gewaltfreie Aufklärung über die “rechten” Tendenzen von Parteien wie der AfD.

Desweiteren bin ich der Meinung, dass Dirk Loose als Wahlleiter und Sprecher des Studierendenparlaments meistens gute Arbeit geleistet hat. Die AfD-Affäre war, wie von ihm zugesagt, eine einmalige Sache, von der er sich inzwischen, leider viel zu spät, distanziert hat. Er hat die Kritik an der AfD zur Kenntnis genommen und seine Haltung überdacht. Er hat seinen Abschied aus der verfassten Studierendenschaft bereits mit Blick auf seinen Studienabschluss angekündigt und ich wünsche ihm dabei alles Gute.

Ich wünsche mir natürlich einen linken AStA, statt einen Mitte-AStA mit einigen wenigen linken Ansätzen. Es gilt nun herauszufinden wie viel links möglich ist. Die Grüne Hochschulgruppe Bochum ist für einen wirklich linken AStA immer zu haben.
Wichtig ist uns aber insbesondere die RUB grüner zu machen. Ökologie, Basisdemokratie, Emanzipation und Gleichberechtigung, sowie Gewaltfreiheit sind das Selbstverständnis der GHG. Das wollen wir, dafür stehen unsere fünf Parlamentarier.

Man sollte alte Geschichten hinter sich lassen und zusehen, wie man links und demokratisch die Universität zum Wohle der Studierendenschaft verbessern kann.

Euer Sebastian Pewny


 

21. Jan. 2014, 22:06 Uhr

LeserInnenbrief von Dennis Rademacher:

Also, dass die JuLis “rechts” sein sollen, dagegen möchte ich dann doch protestieren. Die Haltung zur Gesellschaftspolitik ist gerade im Bereich Bürgerrechte, Rechte von Honosexuellen und im Engagement gegen Rechtsextremismus von Toleranz geprägt.

Der AStA hat sich übrigens erst nach Einreichung eines Antrages der JuLis im StuPa, der ein sichtbares Enagement gegen Rassismus forderte, offen zu diesem Thema positioniert.

Die Julis verbinden verantwortungsvolles wirtschaftliches Handeln mit den Geldern der Studierenden mit gesellschaftlicher Offenheit. Das ist weder links, noch rechts, sondern liberal.

Das Statement war ein besonderes persönliches Bedürfnis von mir, da ich schon selbst öfters gegen Rassismus und Rechtsextremismus demonstriert habe.


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