Donnerstag 28.11.13, 19:00 Uhr

Alters-Burn-out

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) schreibt: »In der Ernährungswirtschaft droht ein „Alters-Burn-out“. Nach einer aktuellen Umfrage der NGG sind in vielen Betrieben der Branche die Job-Bedingungen für ältere Beschäftigte schlecht. Arbeitnehmer fühlten sich den ständigen Überstunden, der regelmäßigen Schichtarbeit und dem zunehmenden Leistungsdruck bis zur Rente nicht gewachsen. „Die Ergebnisse der bundesweiten Umfrage unter Betriebsräten sind ein Spiegelbild der Beschäftigungssituation in der heimischen Ernährungsbranche. Es ist exakt das, was uns die Kolleginnen und Kollegen vor Ort berichten“, sagt Yvonne Sachtje.
Die Geschäftsführerin der NGG Ruhrgebiet sieht auch in der Region die Arbeitsplatzsituation in den Unternehmen der Branche mehr als kritisch: „Gesunde Arbeit bis zur Rente – das ist für viele ältere Beschäftigte der Ernährungswirtschaft in der Region bislang reine Job-Utopie. Tag für Tag, Woche für Woche mit Lärm, Hitze, Kälte, Nässe und Kunst- statt Tageslicht arbeiten zu müssen, das geht an die Substanz. Erst recht, wenn man dann noch nachts oder abends ran muss. Und das 40 Stunden plus X, denn Überstunden sind eher die Regel als die Ausnahme.“ Das schaffe kaum einer bis zum regulären Rentenalter. Leidtragende seien die Arbeitnehmer, die frühzeitig und oftmals krank aus dem Job ausscheiden müssten – mit dramatischen Folgen: „Viel zu niedrige Erwerbsminderungsrenten und das Abrutschen in Hartz IV“, so Yvonne Sachtje.
Angesichts dieser Situation muss es nach Ansicht der NGG-Geschäftsführerin ein Umsteuern in den Betrieben geben. Die Arbeitsplätze in der Ernährungswirtschaft müssten „demografiesicher“ gemacht werden. Sachtje: „Wir brauchen Modelle, damit alle Beschäftigten in ihren Betrieben älter werden und gesund die Rente erreichen können.“ Konkret nennt die NGG-Geschäftsführerin hier die Einführung eines Rechtsanspruchs auf Teilzeit im Alter mit Lohnausgleich. Yvonne Sachtje: „Die Ernährungswirtschaft darf nicht länger ‚alt aussehen’, wenn es um die Arbeitsbedingungen für ältere Beschäftigte geht.“«

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2. Dez. 2013, 19:17 Uhr

LeserInnenbrief von Uwe Moldenhauer:

Zu Steinmeiers Äüßerungen lässt sichGeorg Bernard Shaw zitieren: “Für einen Politiker ist es gefährlich die Wahrheit zu sagen. Die Leute könnten sich daran gewöhnen, die Wahrheit hören zu wollen.”


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