Mittwoch 20.11.13, 20:56 Uhr

Rettungsprogramm für das Ruhrgebiet

„Es ist Nichts gut beim Autobauer Opel in Bochum. Auch wenn ich dem IG- Metall-Chef in NRW, Knut Giesler, zu einem Erfolg gratulieren möchte, der zu Beginn des Jahres so nicht zu erwarten war, so bleibt es für Bochum und die Region ein Desaster, dass Opel 2014 seine Autoproduktion in Bochum einstellen wird“, erklärt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke zum Sozialtarifvertrag, den das Opelmanagement mit der IG-Metall und dem Betriebsrat ausgehandelt hat. Dagdelen weiter:
„Der Sozialtarifvertrag mag vielleicht die Abwicklung des Werks für die Beschäftigten, wie es heißt ,sozialverträglich’ gestalten, aber es bleibt dabei. Die meisten der Beschäftigten aber verlieren ihre Arbeitsplätze, für deren Erhalt sie in der Vergangenheit viele Verluste bringen mussten. Angesichts dieses Desasters brauchen wir endlich ein Rettungsprogramm für das Ruhrgebiet und die Opel-Beschäftigten.
Denn das Aus der Autoproduktion wird sich auf die gesamte Region dramatisch auswirken. 45.000 Arbeitsplätze bei Zulieferern und Dienstleistern hängen direkt und indirekt von Opel in Bochum ab. Bochum und das Ruhrgebiet werden sich in den Folgejahren darauf einstellen  müssen, dass wenn der letzte Opel in Bochum vom Band gelaufen ist, weitere sozialpflichtige Arbeitsplätze wegfallen werden, die die Region so dringend braucht.
Ich fordere hiermit meine Bochumer Kollegen der anderen Fraktionen im Bundestag erneut auf, endlich mit uns ein gesetzliches Verbot von Massenentlassungen und ein Rettungsprogramm für das Ruhrgebiet auf den Weg zu bringen. Statt jetzt angesichts der arbeitspolitischen Katastrophe so zu tun als sei mit dem ausgehandelten Sozialtarifvertrag bei Opel in Bochum alles Gut, sollte die Mehrheit von 319 Stimmen im Bundestag aus Linken, SPD und Grünen genutzt werden, um den Menschen in der Region und anderswo vor Arbeitsplatzverlust zu helfen. Die Rot-Grüne Landesregierung in NRW ist hier ebenfalls gefordert im Bundesrat endlich gegen die massenweisen Werksschließungen und damit verbundener Armutsentwicklung in NRW tätig zu werden.“

 
 
 
 


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