Mittwoch 06.11.13, 16:28 Uhr

Teilen macht Spaß

„Der Martinstag, die vielen Laternenumzüge mit einem Mann hoch zu Ross und Martin selbst verkörpern ein Thema, für das Die Linke steht: Teilen macht Spaß. So steht es auf unseren Plakaten. Dass der Reichtum von oben nach unten umverteilt werden muss, ist eine unserer Hauptforderungen“, erklärt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion zur Diskussion in ihrer Partei, ob es noch zeitgerecht sei, diese Figur zum Vorbild zu nehmen. Sevim Dagdelen weiter: „Martin ist das Symbol für solidarisches und soziales Handeln, sowie für Gerechtigkeit. Darüber hinaus steht er, wie Die Linke als einzige Antikriegspartei im Bundestag, für Frieden und Gewaltfreiheit.
Als Soldat im Dienste der Römer hat er sein Schwert niedergelegt und den weiteren Dienst an der Waffe abgelehnt. Es ist richtig, dass es einen Tag gibt, an dem wir alle gemeinsam an die Taten dieses Mannes erinnern. Für sein soziales Handeln und für seine Entscheidung den Kriegsdienst zu verweigern, hat die katholische Kirche den historischen Martin von Tours heiliggesprochen und ihn so zu einem christlichen Symbol gemacht. Er ist aber darüber hinaus religionsübergreifend eine soziale Leitfigur, die gerade für Kinder wichtig ist. Es ist absurd zu fordern, Kitas sollen kein Martinsfest feiern.
Ich werde mit meinem kleinen Sohn an dem Martinsfest mit seiner ersten selbstgebastelten Laterne teilnehmen und wünsche allen Familien und Kindern in meinem Bochumer Wahlkreis einen ruhigen und schönen Martinsumzug.“

2 LeserInnenbriefe zu "Teilen macht Spaß" vorhanden:

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6. Nov. 2013, 17:20 Uhr

LeserInnenbrief von vita:

Danke Sevim, kann ja auch echt nicht sein, dass nur weil ein Sankt irgendwo steht die Grundsätze dahinter ebenfalls verleugnet werden sollen.


 

7. Nov. 2013, 15:34 Uhr

LeserInnenbrief von Norbert Hermann:

St. Martin und der Klassenkampf
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Süss worüber sich die Linke Partei die Haare rauft.
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Ein würdiger Nachfolger des Dissidenten Martin im Geiste ist heute der Jesuit Friedhelm Hengesbach. Der geht allerdings noch weiter und prangert in aller Öffentlichkeit den „Bürgerkrieg der Politischen Klasse gegen die arm Gemachten“ an.
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In diesem aufgezwungenen Klassenkampf sollte die LINKE engagiert und militant Stellung beziehen. In Bochum kommt allerdings höchstens mal eine Pressemitteilung der Ratsfraktion. Von Kreisverband und Bundestag die selbstgebastelte Laterne … als Schlusslicht.


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