Mittwoch 09.10.13, 16:50 Uhr
Linksfraktion zur Berufsbildungsmesse:

Demokratie endet hier

Gegen die heute auf der Berufsbildungsmesse verhängten Hausverbote gegen Mitglieder der Friedensbewegung protestiert die Linksfraktion. Betroffen waren auch die linken Ratsmitglieder Uwe Vorberg, Ralf Feldmann und Arnold Vogel. Die drei Ratsmitglieder hatten T-Shirts mit der Aufschrift „Kein Werben fürs Sterben“ angezogen und sich vor dem Bundeswehrstand postiert. Sie wollten damit gegen eine Gewöhnung an den Krieg demonstrieren und deutlich machen, dass die Bundeswehr kein „normaler“ Arbeitgeber ist, auch wenn sie ab diesem Jahr „nur“ mit zivilen Berufen werben darf.
„Schließlich sind auch die Zivilberufe bei der Bundeswehr in den militärischen Ablauf eingebunden und dienen als background für kriegerische Einsätze“, so der Fraktionsvorsitzende der Linken Uwe Vorberg. „Das hat auch der Jugendoffizier Martin Sommer auf der Podiumsdiskussion heute Morgen ganz klar bestätigt.“
Bei der vom Jugendamt der Stadt Bochum organisierten Berufsbildungsmesse handelt es sich nach Ansicht der Linksfraktion um eine öffentliche Veranstaltung. Die Bundeswehr steht nicht zuletzt wegen ihrer Auslandseinsätze und der Umwandlung in eine Interventionsarmee in der öffentlichen Kritik. „Das wollten Menschen aus der Friedensbewegung und wir mit unserer Aktion deutlich machen. Das Demonstrationsrecht aber so einzuschränken, dass Leute mit Transparenten oder auch nur mit einem bedruckten T-Shirt raus geworfen werden, ist undemokratisch und nicht akzeptabel“, so Uwe Vorberg abschließend.

Berufsbildungsmesse: Demokratie endet hier

Ratsmitgliedern wird Hausverbot erteilt

Gegen die heute auf der Berufsbildungsmesse verhängten Hausverbote gegen Mitglieder der Friedensbewegung protestiert die Linksfraktion. Betroffen waren auch die linken Ratsmitglieder Uwe Vorberg, Ralf Feldmann und Arnold Vogel. Die drei Ratsmitglieder hatten T-Shirts mit der Aufschrift „Kein Werben fürs Sterben“ angezogen und sich vor dem Bundeswehrstand postiert. Sie wollten damit gegen eine Gewöhnung an den Krieg demonstrieren und deutlich machen, dass die Bundeswehr kein „normaler“ Arbeitgeber ist, auch wenn sie ab diesem Jahr „nur“ mit zivilen Berufen werben darf.

Schließlich sind auch die Zivilberufe bei der Bundeswehr in den militärischen Ablauf eingebunden und dienen als background für kriegerische Einsätze“, so der Fraktionsvorsitzende der LINKEN Uwe Vorberg. „Das hat auch der Jugendoffizier Martin Sommer auf der Podiumsdiskussion heute Morgen ganz klar bestätigt.“

Bei der vom Jugendamt der Stadt Bochum organisierten Berufsbildungsmesse handelt es sich nach Ansicht der Linksfraktion um eine öffentliche Veranstaltung. Die Bundeswehr steht nicht zuletzt wegen ihrer Auslandseinsätze und der Umwandlung in eine Interventionsarmee in der öffentlichen Kritik. „Das wollten Menschen aus der Friedensbewegung und wir mit unserer Aktion deutlich machen. Das Demonstrationsrecht aber so einzuschränken, dass Leute mit Transparenten oder auch nur mit einem bedruckten T-Shirt raus geworfen werden, ist undemokratisch und nicht akzeptabel“, so Uwe Vorberg abschließend.

3 LeserInnenbriefe zu "Demokratie endet hier" vorhanden:

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9. Okt. 2013, 19:48 Uhr

LeserInnenbrief von Otto Normal:

Jetzt muss ich mich auch mal als Otto-Normal-Bürger, der diese Seite seit langer Zeit intensiv verfolgt, zu Wort melden.
1. Gerade ein Mann mit Beruf “Richter” (Feldmann) sollte die Grenzen der Versammlungsfreiheit kennen. Vor den Türen – kein Problem; hinter den Türen (privat, auch wenn öffentlicher Veranstalter) – Problem
2. Man bekommt das Gefühl, dass Sie jetzt Mensch auch schon vorschreiben wollen, für was Mensch sich interessieren darf und für was nicht. Und wenn es halt Menschen gibt, die an eurer Statt in den Krieg ziehen wollen, dann lasst sie verdorrich noch mal machen. Und im Rahmen dessen muss es auch erlaubt sein, für eine solche Institution Werbung machen zu dürfen. Besser da und öffentlich, als hinter verschlossen Türen im Klassenzimmer. Ich bin bei weitem kein Freund der Bundeswehr und konnte diese selber auch umgehen. Aber dennoch bin ich der Meinung, dass es diese Institution geben muss.
3. Mittlerweile frag ich mich wirklich, ob ihr euch nicht schon soweit nach links gedreht habt, dass ihr auf der rechten Seite angelangt seid. Diese von mir gern gelesene Seite vermittelt mir immer mehr das Gefühl, dass alles in der Region falsch ist, was nicht eurer Auffassung entspricht. Und das bereitet mir persönlich Sorge, denn eine solche Zeit hatten wir schon mal.

ein täglicher Leser


 

10. Okt. 2013, 01:14 Uhr

LeserInnenbrief von Jakob Spatz:

Ja, das mit dem lechts und rinks ist nicht immer so einfach. Insbesondere nicht bei diesem Thema un gerade nicht in Bochum.

Eine Friedensbewegung in der DDR hat sich damals unter schwierigsten Bedingungen und einfach mutig gegen das Werben für die NVA in Schulen und Monopoljugendverband ausgesprochen. Und gerade vor dem Hintergrund der einem tätlichen Leser sicherlich vertrauten Debatten auf dieser Seite in der Vergangenheit platze ich vor Stolz, dass eine Bochumer Friedensbewegung sich auf die richtige Seite geschlagen hat: Schwerter zu Pflugscharen!

Die Entscheidung für´s töten und sterben ist was für erwachsene, verdammt!

Und was Recht, Gesetz und Vereinbarung betrifft: Laut Beutelsbacher Konsens hätten Gegenpositionen mindestens zugelassen werden müssen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Beutelsbacher_Konsens


 

11. Okt. 2013, 00:51 Uhr

LeserInnenbrief von Norbert Hermann:

“Vom Normalen zum Gesunden“.

Seit Jahren mein liebstes Buch.

@ Otto Normal:

„lasst sie verdorrich noch mal machen“ – selbst wenn sie sich nur gegenseitig umbrächen kann ich das als Mensch nicht zulassen. Und dass herrenvolkgewohnte weltweite Kanonenbootgetöse und Getöte schon gar nicht.

„verdorrich“ meint übrigens eine höfliche Umschreibung von “verdammt”. Überleg mal, was du schreibst und ob du wen verdammen darfst.

@ Jakob Spatz: du enttäuschst mich! Die „Entscheidung für´s töten und sterben“ ist auch nichts für Erwachsene! Unglaublich, dieser Spruch!


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