Freitag 04.10.13, 06:37 Uhr

Streik bei “real” und “Hornbach”

ver.di: "Antwort auf Arbeitgeber-Provokation"

Der Real-Markt in Riemke und der Baumarkt Hornbach an der Herner Stadtgrenze werden heute bestreikt. Die zuständige Gewerkschaft ver.di erklärt dazu: »Nachdem die nordrhein-westfälischen Einzelhandels-Arbeitgeber die 5. Verhandlungsrunde am 27. September haben platzen lassen und nicht am Verhandlungsort erschienen sind, ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Einzelhandelsbeschäftigten am heutigen Freitag (4. Oktober) zu einem landesweiten Streik auf. ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer: „Auf die ungeheuerliche Provokation der Arbeitgeber, die Verhandlungen platzen zu lassen, kann es nur eine Antwort geben: Mehr Druck aus den Betrieben. Die Beschäftigten fordern die Arbeitgeber auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, den Manteltarifvertrag wieder in Kraft zu setzen und endlich ein verhandlungsfähiges Tarifangebot auf den Tisch zu legen“. Die Gewerkschafterin fordert die Arbeitgeber nachdrücklich auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen. Landesweit werden sich rund 1.300 Beschäftigte aus 60 Betrieben an den Streiks beteiligen. Im ver.di-Bezirk Bochum-Herne sind die Beschäftigten folgender Einzelhandelsunternehmen zu Streik aufgerufen:
real,-Markt, Bochum-Riemke, Bau- und Gartencenter Hornbach, Herne
Die Streikenden werden gemeinsam zu einer zentralen Streikkundgebung nach Köln fahren. Dort beginnt die zentrale Streikkundgebung um 12 Uhr auf dem Neumarkt. Neben der ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer wird der Regionsvorsitzende des DGB Köln/Bonn, Andreas Kossiski und die ver.di Bezirksgeschäftsführerin Christa Nottebaum zu den Kundgebungsteilnehmern sprechen. Streikende Kolleginnen und Kollegen werden aus ihren Betrieben berichten. Gegen 13 Uhr startet ein Demonstrationszug durch die Kölner Innenstadt mit einem „Besuch“ der Zentrale des Kaufhofkonzerns.
Nach nun insgesamt 10 Streiktagen seit Beginn der Tarifverhandlungen richten sich die Bochumer und Herner Betriebe auf eine noch lange anhaltende Auseinandersetzung ein. „Die Arbeitgeber motivieren uns aber durch ihr Verhalten und tragen mit dazu bei, dass wir stärker werden“, so Helmut Süllwold von der Gewerkschaft ver.di. Süllwold weiter:“ Wir hören sie schon klagen, wenn wir im Weihnachtsgeschäft streiken müssen. Dabei haben sie selbst es in der Hand. Die Streikenden und ihre Gewerkschaft ver.di wären an solchen Tagen auch lieber im Geschäft bzw. zu hause.“«

 
 
 
 


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