Dienstag 10.09.13, 16:47 Uhr
Die GEW zum Thema Toiletten-Gebühren an Schulen:

Ärgerlich für die Verantwortlichen

Für die Lehrergewerkschaft GEW Bochum ist die “Reaktion der Bezirksregierung auf die Initiative zur bezahlten Benutzung zusätzlicher, gepflegter Schülertoiletten an der MariaSibyllaMerianGesamtschule nicht nachvollziehbar”. “Hier hat ein Kollegium mit viel Vorbedacht auf “Nöte” von Schülerinnen und Schülern reagiert und versucht, die “Bedürfnisse” der ihnen Anvertrauten ernst zu nehmen”, sagt ihr Sprecher Ulrich Kriegesmann. Quittiert wird dies mit einem schroffen Verbot.Weiter heißt es in der Erklärung der GEW: »Ganz offenbar wurde an der Schule in dieser Sache immer wieder Handlungsbedarf angemahnt, dem man seitens der Lehrerschaft mit Sorgfalt und Initiative entsprochen hat. Auch an anderen Schulen stellt nach Kenntnis der GEW der Bereich Schultoiletten oft ein Problem dar. Die Entscheidung der Wattenscheider Schule, einen geringen Beitrag für die Benutzung einer separaten, gepflegten Toilette bei Erhaltung der vorher bestehenden sanitären Einrichtungen zu erheben, ist in der Schulgemeinde unumstritten. Auch der Schulträger, die Stadt Bochum, sah als kompetenter Partner der Schule in dieser Angelegenheit kein Problem. Ärgerlich ist für die Verantwortlichen vor Ort insbesondere, dass es im Regierungsbezirk zahlreiche Schulen gibt, die gleich oder ähnlich verfahren. Ein Verbot wurde bislang nicht ausgesprochen, nach Wissen der GEW auch nicht angedroht. Genügend Gründe also für die Zuständigen, die gefundene Lösung als zulässig anzusehen. Die Bezirkregierung versteht sich im modernen Sinn als ServiceEirichtung für die ihr unterstellten Einrichtungen, nicht als Aufsicht im preußischen Sinne. Da passt es nicht, wenn sie die Kollegen mit Überraschungseffekt im Regen stehen lässt. Einfach auf die Erlasslage zu verweisen, hilft keinem der Betroffenen.«

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11. Sep. 2013, 14:33 Uhr

LeserInnenbrief von ZweiKlassenPinkeln:

Klos erster und zweiter Klasse.
Hier wird das Problem weggepinkelt statt gelöst.

Müssen die Schüler_innen demnächst auch 10 cent bezahlen, um eine Frage von ihren Lehrer_innen beantwortet zu bekommen?


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