Freitag 16.08.13, 09:04 Uhr

Trillerpfeifen verboten


Die Staatsanwaltschaft Bochum hat offensichtlich die Polizei angewiesen, bei dem Protest gegen den morgigen Nazi-Aufmarsch den Gebrauch von Trillerpfeifen zu verbieten.  Es ist also Kreativität angesagt. Etliche Alternativen sind lauter als Trillerpfeifen. Es wird also empfohlen, Ohrstöpsel mitzubringen. Die Nazis sollen aber nicht nur nicht zu hören, sondern auch nicht zu sehen sein. Das Bündnis Bochum gegen Rechts fordert dazu auf, möglichst viele Transparente und Schilder mitzubringen. Da die NPD mit ihrer samstäglichen Tour in Bochum startet, kann es passieren, dass sie pünktlich um 10 Uhr anfangen wollen. Treffpunkt für den Protest ist um 9.30 Uhr auf der Kortumstraße Höhe Husemannplatz. Berichte von den bisherigen Stationen der Nazi-Tour sind zu lesen auf dem Blog: “Das NPD Flaggschiff versenken”.

1 LeserInnenbrief zu "Trillerpfeifen verboten" vorhanden:

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16. Aug. 2013, 13:27 Uhr

LeserInnenbrief von Bernd:

Sicherlich okay hier lautere “Alternativen” aufzulisten.

Aber: Peinlich wenn der Anmelder, sich dem Verbot von “Trillerpfeifen-Protest” fügt und keinen Widerspruch einlegt (rechtlich gesehen ist das sicher schwer zu halten). Oder: im Zweifel die Anmeldung halt zurückziehen, wenn die Polizei glaubt schikanöse Auflagen durchsetzen zu wollen. Wir brauchen keine Anmeldung um gegen Nazis zu demonstieren.

Ein “offensiveres” Vorgehen der Bochumer Zivilgesellschaft wäre es, morgen einige hundert Trillerpfeifen mitzubringen, zu verteilen und sich das “Recht auf Trillerpfeife” nicht nehmen zu lassen. Sonst wirds langsam wirklich albern…


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