Mittwoch 14.08.13, 16:44 Uhr

Alltagsdiskriminierung bekämpfen

Sevim Dagdelen, Bochum Abgeordnete Der Linken im Bundestag erklärt anlässlich des aktuellen Berichts der Antidiskriminierungsstelle des Bundes: „Es ist ein Skandal, dass sich jeder vierte Studierende oder Schüler mit Migrationshintergrund, insbesondere solche türkischer oder arabischer Herkunft, diskriminiert fühlt. Die Bundesregierung und die Länder sind aufgefordert, endlich wirksame Maßnahmen gegen die in unserer Gesellschaft weit verbreitete Alltagsdiskriminierung zu ergreifen. Auch in Kindergärten oder am Arbeitsplatz ist Diskriminierung weit verbreitet.
Die Linke unterstützt deshalb die im Bericht vorgeschlagenen Maßnahmen, wie die Einrichtung von unabhängigen Beschwerdestellen und die Verankerung eines umfassenden Diskriminierungsschutzes in den Länderbildungsgesetzen. In der Arbeitswelt müssen anonymisierte Bewerbungen endlich Standard werden.
Wir brauchen in Deutschland eine aktive Antidiskriminierungspolitik, denn die soziale Ausgrenzung von Menschen anderer Herkunft ist in unserer Gesellschaft immer noch traurige Realität. Die Linke tritt für eine weltoffene Gesellschaft und für ein respektvolles gesellschaftliches Miteinander in Anerkennung der Verschiedenheit aller Menschen ein. Das erfordert gleiche Rechte und soziale, wirtschaftliche und politische Teilhabe für alle in Deutschland lebenden Menschen.“

 
 
 
 


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