Dienstag 06.08.13, 22:06 Uhr

Büchel blockieren

Das Bochumer Friedensplenum hat heute an den ersten Einsatz einer Atombombe als Massenvernichtungswaffe in Hiroshima vor 68 Jahren erinnert und zur Fahrt am Sonntag zum Atomwaffenlager in Büchel in der Eifel eingeladen. In einem Flugblatt heißt es: Das Bochumer Friedensplenum erinnert am heutigen 6. August an den Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki vor 68 Jahren. Die US-Regierung hatte sich kurz vor Ende des von Nazi Deutschland begonnenen zweiten Weltkrieges entschieden, die Wirkung von Atombomben zu Vernichtung von Großstädten zu testen. Ziel war Japan, das mit Deutschland im Krieg verbündet war. Hiroshima wurde durch die Atombombe auf einer Fläche von 13 Quadratkilometern dem Erdboden gleichgemacht. 78.000 Menschen verbrannten sofort, weitere 122.000 fielen den Folgen der Explosion zum Opfer.
Hiroshima – ein aktuelles Thema
Die Toten von Hiroshima sind eine eindringliche Mahnung an die heutige Generation, die enorme Vernichtungsgewalt der Atomwaffen nicht als normal zu akzeptieren und sich konsequent für ihre Abschaffung einzusetzen.
Denn heute gibt es weltweit mehr als 23.000 Atomwaffen, genug, um die Welt mehrfach zu zerstören. Etwa 1.500 dieser Waffen werden in ständiger Alarmbereitschaft gehalten, sind also per Knopfdruck startbar. Die Bedrohung durch einen Atomkrieg ist, trotz zahlreicher Abkommen und Bemühungen noch lange nicht überwunden, sie wächst sogar!
Die Atomwaffen in Deutschland …
Atomwaffen werden auch in der BRD gelagert. Im weniger als 200 Kilometer entfernten Büchel in der Eifel lagern heute ca. 20 Atomwaffen und jede der dort gelagerten Atombomben verfügt über eine vielfache Sprengkraft der Atombombe von Hiroshima. Zusammengenommen haben diese Atomwaffen die über 100-fache Sprengkraft der Hiroshima-Bombe, also jener Bombe, die etwa 200 000 Menschen umbrachte.
… verstoßen gegen den Atomwaffensperrvertrag
Der Vertrag zur Nicht-Verbreitung der Atomwaffen (unterschrieben auch von der BRD) besagt in Artikel II, dass die BRD nicht berechtigt ist, „Kernwaffen oder sonstige Kernsprengkörper oder die Verfügungsgewalt darüber von niemandem unmittelbar oder mittelbar anzunehmen (…)“. Die Tatsache, dass die Atomwaffen sich nicht in deutschem Besitz befinden, jedoch deutsche Soldaten mit ihnen den Atomkrieg üben, missachtet geltendes internationales Recht.
Rhythm beats Bombs!
Das Bochumer Friedensplenum ruft zusammen mit vielen anderen Organisationen zur Blockade am Atomwaffenstandort in Büchel am 11. und 12. August auf. Aus Bochum fährt am Sonntag, den 11. August um 7.00 Uhr ein Bus nach Büchel. Rückfahrt ist am Sonntag um 17.00 Uhr. Bei der Aktion handelt es sich nicht um eine einfache Sitzblockade, sondern es soll kurz vor der Bundestagswahl ein soundstarkes Zeichen für Abrüstung gesetzt werden, indem Gruppen und einzelne Menschen Musik machen, singen, sprechen oder schweigen für eine atomwaffenfreie Welt. Nina Hagen, Klaus der Geiger und eine Reihe anderer MusikerInnen sind dabei. Die Fahrkarten kosten 15 Euro (ermäßigt 10 Euro). Sie sind hier bei der Aktion erhältlich oder können bestellt werden bei: Friedensplenum@bo-alternativ.de. «

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7. Aug. 2013, 12:18 Uhr

LeserInnenbrief von Falk Moldenhauer:

Wir sind als lanjährige Friedenskämper in Büchel auf jeden Fall dabei:

FALK und UWE Moldenhauer

zumal die Büchelner Ami-Raketen auch für viel Geld einsatzbereiter gemacht und modernisiert werden sollen.
Nicht Brötchen mit Quark – Nein Solidarität macht stark. Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen.


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