Freitag 17.05.13, 10:25 Uhr

Radfahrstreifen auf der Castroper Straße

Der ADFC Bochum sieht in dem Vorhaben der Stadtverwaltung, auf der Castroper Straße von der Blumenfeldstraße bis zur Klinikstraße einen Radfahrstreifen einzurichten, einen kleinen aber bedeutenden Schritt in Richtung fahrradfreundliches Bochum und schreibt: »In einer fahrradfreundlichen Stadt wäre jede Straße eine Einladung zum Rad fahren. Davon ist Bochum so weit entfernt, wie die Erde vom Mars. Der ADFC Bochum hat vom Tag seiner Gründung bis heute unbeirrt deutlich gemacht, dass auch und gerade die Radialstraßen in Bochum fahrradfreundlich gestaltet sein müssen. Hauptverkehrsstraßen sind auch Hauptverkehrsstraßen des Radverkehrs. Bis heute hat Bochum keine einzige Hauptverkehrsstraße mit durchgängigen Radverkehrswegen. Der geplante Radfahrstreifen auf einem kurzen Abschnitt der Castroper Straße und in nur in einer Fahrtrichtung ist notwendig, aber nur ein kleiner Schritt.
Der ADFC Bochum hat bei der Radverkehrsschau 2009 besonders und nachdrücklich auf die Problematik gerade dieses Straßenabschnitts hingewiesen. Wir freuen uns, dass die Stadt Bochum vier Jahre später darauf reagiert.
Nicht gelöst wird durch diese Planung die durch und durch ungenügende Verkehrsführung im Bereich Schwanenmarkt (Kreuzungsbereich Große Beckstraße, Nordring, Castroper Straße in beiden Fahrtrichtungen), im Bereich Rewirpowerstadion, und im weiteren Verlauf der Castroper Straße Richtung Osten.
Wir bedauern sehr, dass die CDU Bochum in Person von James Wille in diesem Zusammenhang eine unverblümt fahrradfeindliche Haltung eingenommen hat. Maßnahmen zugunsten des Fahrradverkehrs sind das genaue Gegenteil von Geldverschwendung. Effizienter kann man Geld nicht ausgeben.
Die Kosten für die erforderlichen Markierungsarbeiten belaufen sich auf gerade einmal 6000 €. Baumaßnahmen sind nicht erforderlich.
Radwege in Parallelstraßen sind kein Ersatz für fahrradfreundliche Radialstraßen. Hauptverkehrsstraßen müssen genauso fahrradfreundlich gestaltet werden wie die Parallelstraßen. Das eine kann das andere nicht ersetzen, nur ergänzen. Sonst könnte man auch gleich alle Straßen außer den Hauptverkehrsstraßen zu Radwegen erklären – die Autofahrer könnten sich dann auf den übrig gebliebenen Straßen vergnügen.«

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17. Mai. 2013, 10:45 Uhr

LeserInnenbrief von Karsten:

Es gibt einen sehr passenden Artikel zu der gestrigen Sitzung der BV Mitte von Jan Keitsch:

http://linksliberal.com/2013/05/16/gm-erleichtert-fahrradwege-verantwortlich-fur-opel-aus-in-bochum/


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