Mittwoch 01.05.13, 16:19 Uhr
Das Erfolgsstück von Thomas Ebermann zu Gast in Bochum

„Der Firmenhymnenhandel“

Am Sonntag den 5.Mai veranstaltet die DGB-Jugend ab 20 Uhr das Theaterstück „Der Firmenhymnenhandel“ im Bahnhof Langendreer und schreibt dazu: »Das Stück thematisiert politisch bissig aber auch humorvoll Veränderungen der Arbeitswelt und Veränderungen in den Anforderungen an Arbeitnehmer_innen anhand von „Firmenhymnen“. Während früher Dienst nach Vorschrift angesagt und der Chef damit zufrieden war, die Vorschriften entsprechend zu gestalten, so muss heute die Identifikation mit dem Unternehmen und den Unternehmenszielen schon vorhanden sein, wenn nicht gleich die individuelle Selbstverwirklichung am Arbeitsplatz erwartet wird.
Diese Veränderungen der Anforderungen an Arbeitnehmer_innen wird über die Firmenhymne – ein Instrument zur Verinternalisierung der betrieblichen Anforderungen und zur Schaffung des unternehmerischen Selbst bei Arbeitnehmern – sowohl politisch bissig als auch äußerst unterhaltsam dargestellt.
Man kann ja nicht nur deshalb zur Arbeit gehen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Das ging – vielleicht – früher einmal. Heute sind Motivation, Identifikation, Kreativität und Alleinstellungsmerkmal gefragt. Weil das so ist, modernisiert die Junior- Chefin den bislang recht altbacken geführten mittelständischen Betrieb ihres Vaters. Und dazu gehört – im Theaterstück wie im realen Wirtschaftsleben – eben auch, dass eine Firmenhymne angeschafft werden soll. Der Firmenhymnenhändler und sein depressiver Chefkomponist sind also zur Präsentation geladen und sie haben, wie sie auf der Leinwand zeigen, wirklich gute Leute unter Vertrag. Für den Geschäftsabschluss muss es kein Nachteil sein, dass die jungen Leute sich aus ihrer Studentenzeit kennen. Ziemlich rebellische Jahre waren das; Pläne hatten sie! Andererseits: Brotlose Kunst macht eben nicht satt…
Thomas Ebermann ist Mitbegründer der Grünen, saß als Politiker in der Hamburgischen Bürgerschaft und im Bundestag. Aber Parteipolitik interessiert ihn schon lange nicht mehr – sein Metier ist heute Kunst, Satire und Publizistik. Mit zahlreichen befreundeten Künstlern tritt Ebermann nun auf die Bühne und entwirft einen Abend über Arbeit, Kunst und Leben.«

 
 
 
 


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