Mittwoch 17.04.13, 13:55 Uhr
Sevim Dagdelen zur Aufsichtsratssitzung von Opel:

Massenentlassungen verhindern!

„Wenn der Opel-Aufsichtsrat heute in Rüsselsheim das endgültige Ende für das Bochumer Opel Werk beschließt, dann ist das nicht nur für die Beschäftigten des Werks und ihre Familien eine Katastrophe, sondern auch für etwa 40.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen, die von einer Autoproduktion in Bochum direkt oder indirekt abhängig sind. Mehr noch: Ich kann die Einschätzung des Bochumer Betriebsratsvorsitzenden Rainer Einenkel nur unterstreichen, dass ein Aus für Bochum dramatische Auswirkungen für die Marke Opel haben wird. Es wird der schwärzeste Tag für die gesamte Marke sein. Opel wird ohne Bochum keine Zukunft haben”, bekräftigt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion.
„Nicht der Betriebsrat in Bochum und schon gar nicht die Beschäftigten, die gegen den Sanierungsplan stimmten, sind verantwortlich für das verordnete Ende der Autoproduktion. Die Verantwortung dafür und für die kommenden dramatischen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt in der gesamten Region sowie für den Imageschaden für die Marke Opel, tragen allein die Aufsichtsräte. Mitverantwortlich ist zudem das gesamte Management. Mit falschen und unseriösen Versprechungen hat es ohne die Vertreter des Bochumer Betriebsrats einen Sanierungsplan ausgehandelt, der Opel Bochum schlicht an die Wand fährt. Die Beschäftigten sollten dann auch noch ihrer eigenen Entlassung zustimmen. Die Ablehnung dieses Knebelvertrages durch die Belegschaft, begrüße ich ausdrücklich. Jetzt ist die Politik in der Verantwortung, um die Politik der Massenentlassungen des Opel-Managements zur Profitsteigrung zu stoppen. Die Belegschaft von Opel Bochum braucht konkrete Solidarität. Ich erneuere deshalb meine Forderung an die anderen im Bundestag vertretenen Parteien, sich der Initiative der Linken für ein Verbot von Massenentlassungen endlich anzuschließen“, so Dagdelen abschließend.

 
 
 
 


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