Mittwoch 10.04.13, 08:47 Uhr

Euromayday 2013: Kommt nach vorne

Der diesjährige Euromayday wird am 4. Mai in Dortmund stattfinden. Hierfür gibt es am kommenden Freitag,  den 12. April um 19.30 Uhr eine Info- und Mobilisierungsveranstaltung im Sozialen Zentrum. In der Einladung heißt es: “Das diesjährige Motto des Euromayday »Kommt nach vorne!« ist eine Anspielung auf die skandalöse, beweislose Verurteilung von Tim H. in Dresden. Tim H. wird vorgeworfen 2011 bei den Proteste gegen den Naziaufmarsch in Dresden den Durchbruch durch eine Polizeisperre koordiniert zu haben – unter anderem mit den Worten »Kommt nach vorne!«. Dafür wurde er jetzt zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt – ohne Bewährung! Beim Euromayday Ruhr 2013 steht »Kommt nach vorne!« zugleich als Aufforderung an alle Prekarisierten mit ihren Forderungen nach einem besseren Leben gemeinsam sichtbar zu werden und die Vereinzelung zu überwinden.
Kommt zum Euromayday und bringt eure Ideen, Forderungen und Utopien mit:

  • Weil wir keine Lust haben, für Wohnen u. Strom immer mehr Geld auszugeben.
  • Weil wir genug davon haben, von Erwerbsarbeit nicht leben zu können, uns von Behörden drangsalieren zu lassen, gedemütigt und erpresst zu werden.
  • Weil uns ein Bildungssystem zuwider ist, das von den Personalabteilungen der Unternehmen bestimmt wird und bei dem Geld entscheidet, wer wohin kommt.
  • Weil wir kein Europa wollen, in dem das Kürzungsdiktat zum Wohl von wenigen immer mehr Menschen in Armut und Prekarisierung zwingt.
  • Weil wir keine Grenzen wollen, an denen fliehende Menschen auf Verwertbarkeit überprüft werden: Menschen sollen bleiben können, überall.
  • Weil im Kapitalismus Menschen als Ware gelten.

Um es kurz zu machen: Weil Kapitalismus immer noch scheiße ist.
Dagegen wollen wir gemeinsam den Euromayday mit Leben füllen, unsere Vorstellung des Zusammenlebens sichtbar werden lassen und unsere Forderungen und Utopien auf die Straße bringen.

  • Gemeingüter wie Strom, Wasser, Verkehrsmittel und Wohnen, Kultur und Bildung müssen allen zugänglich sein.
  • Wenn die Bürokratie nervt: Demokratisieren statt privatisieren!
  • Es ist Zeit, gegen die Privatisierung der Städte Widerstand zu leisten. Die Stadt gehört uns allen.
  • Alle sind willkommen, ob aus den Ländern des Südens, aus Südosteuropa oder Uecker-Randow. Sozialschnüffler und Private Security gehen gar nicht. Nazis auf den Mond!
  • Arbeiten und gleichzeitig zum Sozialamt gehen müssen darf nicht länger sein! Aus Angst vor Erwerbslosigkeit alles hinnehmen, auch Demütigung und Konkurrenz, darf nicht länger sein! Bedingungsloses Grundeinkommen wär’ schon mal was.
  • So lässt sich die Grundlage legen für ein solidarisches Zusammenleben jenseits von Grenzen. Für eine Gesellschaft, in der man ohne Angst verschieden sein kann.

 
 
 
 


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