Montag 25.03.13, 08:31 Uhr

Karfreitag: Jeder nur ein Kreuz

Die Initiative Religionsfrei im Revier zeigt am Karfreitag um 19 Uhr im Sozialen Zentrum den Filmklassiker “Das Leben des Brian”. Die Filmvorführung ist ein gezielter Regelverstoß gegen die vielen ärgerlichen christlich-kirchlichen Bevormundungen, mit denen Menschen auch heutzutage noch schikaniert werden. Das Feiertagsgesetz NRW verbietet z. B. am Karfreitag jede Form von Unterhaltungsveranstaltungen. Selbst geschlossene Veranstaltungen dürfen außerhalb von Wohnungen nicht stattfinden, wenn sie auch nur ein bisschen fröhlich sind oder gar das Lied gesungen wird: “Always Look on the Bright Side of Life.”

3 LeserInnenbriefe zu "Karfreitag: Jeder nur ein Kreuz" vorhanden:

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29. Mrz. 2013, 09:57 Uhr

LeserInnenbrief von Harald Kumm:

Moin,
find ich ja im Grundgedanken ganz ok !- soll gerne jeder machen dürfen was er möchte.
Nur – wenn dann bitte auch konsequent sein !!
statt frei wegen Feiertag ( = ärgerliche christlich-kirchliche Bevormundung) sollten dann auch alle die das so empfinden bitte schön arbeiten gehen !
Aber ich fürchte den freien Feiertag ( gleiches gilt übrigens auch für alle anderen “Christlichen” Feiertage) wollen dann doch alle haben !Und wehe da rüttelt jemand dran – man erinnere sich an das Gezanke wegen Buß-und Bet-tag damals!
Da lassen sich dann doch alle gerne “schikanieren”!
und das ist dann etwas was für mich sowas von unlogisch und inkonsequent ist!

Harald


 

29. Mrz. 2013, 10:59 Uhr

LeserInnenbrief von Martin Budich:

@ Harald Kumm
Die Argumentation ist völlig schief.
Gesetzlicher Feiertag ist gesetzlicher Feiertag.
Am 1. Mai werden GewerkschaftsgegnerInnen nicht gezwungen, sich Ritualen der Arbeiterbewegung zu unterwerfen oder arbeiten zu gehen. Am 3. Oktober muss niemand die Nationalhymne summen oder arbeiten.
Richtig wäre es, die kirchlichen Feiertage abzuschaffen und z. B. durch Gedenktage an die Befreiung vom Faschismus oder die Verabschiedung des Grundgesetzes zu ersetzen. Auch der Antikriegstag wäre ein gute Alternative zu Himmelfahrt.


 

4. Apr. 2013, 16:22 Uhr

LeserInnenbrief von Keine Ahnung:

naja, soll jeder auch am Karfreitag seinen Spass haben, hab ich auch.
Aber auch dabei bitte nicht unterschlagen, das es auch nette Christen sowie von anderen Religionsgemeinaschaften gibt, kommt nicht nur drauf an, ob jemand glaubt oder nicht, sondern auf sonstige Einstellungen. Politisch, kulturell und erfahrungsmäßig, und und ..
Solange mich niemand zu irgendetwas bekehren möchte, was ich nicht für richtig halte, ist es doch halbwegs in Ordnung?
Religionsmäßig erscheint doch auch der unentwegte Glaube an die freien Kräfte des Marktes oder echt absurd Wissenschaftglaubigkeit als ob das nix mit den Einstellungen jeweiliger Personen, die da rechercherieren zu tun und alles bewiesen wäre, hätte. Vermutung, Beobachtung von Phänomen und Schlussfolgerung auf die Ursachen werden auch hier nicht selten genug vertauscht und wissentlich oder fahrlässig falsch dargestellt. Auch noch heute.
Anderer Vorschlag ist: Jede Religion, außer sie opfert Menschen, einschließlich Atheisten und ApolgetikerInne kriegen nicht Feiertag.
Aber da können wir uns auch noch den Kopf rum machen, wenn die Gesellschaft sich wandelt, nach einer Revolution mit und für die Menschen oder soetwas ähnliches …
Falls das hier noch jemand liest.


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