Freitag 08.03.13, 14:14 Uhr
Die DGB-Jugend fordert:

„ProNRW“ am 9. März die Stimme nehmen

Am 09. März will die selbsternannte Bürgerbewegung „Pro NRW“ eine Kundgebung in Bochum – Leithe abhalten. Die DGB-Jugend ruft zu Protesten gegen die rechtspopulistische und rassistische Partei auf! „Rassisten haben in Bochum keinen Platz, ihnen muss entschieden entgegen getreten werden“, so Tim Ackermann, DGB-Jugendbildungsreferent in Bochum. Weiter heißt es in der Stellungnahme der DGB-Jugend: »Am 09. März will „ProNRW“ vor der Flüchtlingsunterkunft in der alten Hollandschule in Bochum – Leithe eine Kundgebung abhalten. Dort leben Flüchtlinge, die in ihren Herkunftsländern politischer Verfolgung und rassistischen Angriffen ausgeliefert waren. Diese Kundgebung ist der Auftakt ihrer rassistischen Tour durch NRW, bei der sie  durch rassistische Hetze Stimmungen gegen Flüchtlinge erzeugen, ausnutzen und verstärken will, um für ihre Partei Propaganda zu machen.
In den vergangenen Jahren ist „ProNRW“ bei ihren Wahlkampftouren überall massiver zivilgesellschaftlicher Protest entgegen gebracht worden. Im Jahr 2012 hat „Pro NRW“ auch in Bochum versucht, mit der „Warnung“ vor „Islamisierung“ und „Überfremdung“ der Gesellschaft Stimmung gegen Menschen muslimischen Glaubens zu machen. Dabei wurde ihnen durch lautstarken Protest von vielen Menschen deutlich gemacht, dass „Pro NRW“ auch in Bochum unerwünscht ist.
Auch die DGB-Jugend Bochum ruft dazu auf, die rassistischen Parolen von „ProNRW“ nicht unwidersprochen stehen zu lassen. „Gegen die menschenverachtenden Vorstellungen von „ProNRW“ wollen wir friedlich auf die Straße gehen, um laut und bunt zu zeigen, dass Ausgrenzung und Rassismus bei uns keinen Platz haben. Wir wollen stattdessen eine Gesellschaft in Vielfalt, in der wir von unseren verschiedenen Kulturen lernen und uns gegenseitig bereichern können! Ein gutes Leben ist für uns nur zusammen möglich!“ sagt Tim Ackermann.
Die Partei „ProNRW“ ist ein Ableger der Kölner Organisation „ProKöln“. Seitdem es „ProNRW“ gibt, versucht die Partei sich als eine „Bürgerbewegung“ zu präsentieren. Statt offen „Ausländer raus!“ zu rufen, fordert „ProNRW“ „Islamisierung stoppen!“. Dahinter stecken jedoch dieselben rassistischen Hass- und Hetzparolen. „ProNRW“ ist ein Sammelbecken reaktionärer Personen, von denen viele bereits in der NPD und bei den Republikanern organisiert waren. Daneben wird „ProNRW“ aus dem Spektrum der militanten Neonazis unterstützt.
Wir rufen auf zur Teilnahme an der Kundgebung  Flüchtlinge Willkommen! – Nazis haut ab!«

 
 
 
 


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