Dienstag 26.02.13, 18:44 Uhr

SchülerInnen unterstützen Streik

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hatte heute die LehrerInnen, die nicht verbeamtet sondern nur angestellt sind, zu einem Warnstreik aufgerufen. Treffpunkt war zunächst das Jahrhunderthaus an der Alleestraße. Hier wurde eine Resolution verabschiedet und im benachbarten SPD-Büro für den Bochumer SPD-Vorsitzenden und Landtagsabgeordneten Thomas Eiskirch abgegeben.  Anschließend übten die LehrerInnen Wandertag und zogen in einem großen Bogen durch die Stadt zum Husemannplatz. Die Stars der Kundgebungen waren hier eindeutig fast hundert SchülerInnen der Realschule Herne Strünkede. Sie behandeln im Unterricht gerade das Thema Arbeitskämpfe.
Unter lauten Beifall erinnerten die SV-SprecherInnen daran, dass in den Pisa-Studien die SchülerInnen in den skandinavischen Ländern besser abschnitten. Das sei kein Wunder, sie säßen in Deutschland zu dreißig in der Klasse, in Skandinavien wären es gerade einmal fünfzehn. Sie protestierten wie zuvor schon DGB-Regionsgeschäftsführer Jochen Marquadt dagegen, dass es an den Schulen für die gleiche Arbeit unterschiedlichen Lohn gäbe. Die Beschäftigungsverhältnisse der angestellten LehrerInnen sind nicht tariflich geregelt und erheblich schlechter bezahlt, als die Gehälter ihre Kollegen im Beamten-Status. Jochen Marquadt unterstrich die Gewerkschaftsforderung nach einer spürbaren Umverteilung der Einkommen und Vermögen. Es ist Geld genug da, um LehrerInnen angemessen zu bezahlen. Es müsse nur anders verteilt werden.

 
 
 
 


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