Montag 28.01.13, 18:50 Uhr

Dokumentarfilm über Alzheimer-Demenz

Das Endstation Kino zeigt ab Donnerstag, 31. 1. den Dokumentarfilm Vergiss mein nicht. Im Anschluss an die Vorstellung am Montag, 4.2., um 18.00 Uhr veranstaltet das Kino ein Expertengespräch mit Wolfgang Wessels von der Alzheimer Gesellschaft Bochum. In der Ankündigung heißt es: »In Vergiss mein nicht erzählt David Sieveking von der häuslichen Pflege seiner Mutter, die wie Millionen anderer Menschen an Alzheimer-Demenz leidet.
Davids Eltern waren in der Studentenbewegung der 60er Jahre aktiv und haben eine „offene Beziehung“ geführt, die nun durch die Krankheit in dramatischer Weise auf die Probe gestellt wird. Die Veränderung der Mutter zwingt die Familie, sich mit ihren Konflikten auseinanderzusetzen, und lehrt sie einen herzlichen Umgang, der zu neuem Zusammenhalt führt. Mit Humor und Offenheit zeichnet sich David Sievekings Familienchronik durch ungekünstelte Teilnahme und liebevolle Zuneigung aus, wobei stets die Menschen und nicht die Krankheit im Zentrum stehen. David Sievekings Dokumentarfilm ist dabei mehr als eine Krankengeschichte. Er lernt seine demenzkranke Mutter Gretel durch die Dreharbeiten neu kennen, erfährt von politischen Aktivitäten in den 70ern, von den Eheproblemen seiner Eltern, davon, wie die Familie zusammenhielt – obwohl sich Gretel in ihrer Rolle als Hausfrau unterfordert fühlte. So ist Vergiss mein nicht auch das Portrait einer starken Frau und der Generation der 68er, die im Seniorenalter angekommen ist.
Am Freitag, den 01. Februar endet mit Thomas Heises Film Gegenwart zudem das Stranger Than Fiction Dokumentarfilmfestival. Gegenwart ist eine Beobachtung des anstrengenden Arbeitsalltags zwischen Heiligabend und Neujahr in einem kleinen deutschen Krematorium, das rund um die Uhr arbeitet. Die mittelständische Firma garantiert die Abfertigung eines Toten innerhalb von drei Tagen. Das ermöglicht den Bestattern sichere Planung. Hinterbliebenen wird so die Möglichkeit gegeben, rasch in den Alltag eigener Produktivität zurückzufinden. Zeitnahe Einäscherung hilft bei der frühzeitigen Trauerbewältigung, heißt es im Prospekt. Es gibt viel zu tun. Thomas Heises Film Gegenwart erzählt in Bildern ohne Worte, was mit uns geschieht. «

 
 
 
 


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