Donnerstag 20.12.12, 18:14 Uhr

Wolterhoff dementiert Schönrederei

Der Chef der Arbeitsagentur Bochum Luidger Wolterhoff hat mit einer Presseerklärung auf den Vorwurf des Bochumer Opel Betriebsratsvorsitzenden Rainer Einenkel reagiert, dass er die geplante Schließung des Bochumer Opelwerkes  schön rede. Siehe Meldung vom 19. 12. In der Mitteilung der Arbeitsagentur heißt es:  »Die Nachricht des Opel-Vorstandes, das Werk in Bochum im Jahr 2016 schließen zu wollen, hat die Menschen in der Region sehr getroffen. Die Arbeitsagentur tritt mit den Beschäftigten für einen Erhalt beruflicher Perspektiven ein. “Wir müssen alle im Sinne der betroffenen Menschen an einem Strang ziehen”, so Luidger Wolterhoff, Chef der Arbeitsagentur Bochum. Die Kritik, die der Betriebsrat von Opel an die Agentur für Arbeit richtet, ist für Wolterhoff ein Missverständnis: “Ich habe nie eine Vermittlungsquote versprochen.
Wichtig ist es, sich zuerst dafür einzusetzen, dass wir so viele Arbeitsplätze wie möglich in Bochum halten können. Aber meine Aufgabe besteht auch darin, für diejenigen, die eventuell keine Perspektive mehr bei ihrem alten Arbeitgeber haben, Möglichkeiten aufzuzeigen. Transfergesellschaften haben in der Vergangenheit durchaus sehr erfolgreich zu Arbeitsplätzen bei anderen Arbeitgebern verholfen.”
Wolterhoff verdeutlicht aber nochmals: “Der Verlust von Opel als Arbeitgeber in Bochum wäre dramatisch. In Bochum und in den umliegenden Städten des Ruhrgebiets ist Opel mehr als nur eine Automarke.”
Für einen Großteil der Belegschaft bei Opel und für die Beschäftigten bei Zulieferern würde die jetzige Entscheidung aber zweifellos erhebliche persönliche Einschnitte bedeuten: Arbeitsplatzwechsel, längere Fahrtstrecken und vieles mehr. Ein Personalabbau würde für alle Beteiligten zu Belastungen in den kommenden Jahren führen. Umso wichtiger ist es für Wolterhoff, dass man gut in dieser angespannten Zeit zusammenarbeitet. “Inwieweit Zulieferer und andere Unternehmen betroffen sind, kann man erst sicher sagen, wenn wir wissen, wie viele Arbeitsplätze nach 2016 bei Opel erhalten bleiben”, so Wolterhoff. “Nochmals: Wir müssen gemeinsam für den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze eintreten.”
Sollte es aber zu dem angekündigten drastischen Personalabbau kommen, sieht der Arbeitsagenturchef  in der Zeitspanne von vier Jahren eine Chance, vielen Menschen helfen zu können und betont noch einmal, wie wichtig es sei, diese Zeit zu nutzen.«
Wolterhoff war in einer DPA-Meldung mit einer optimistischen Einschätzung der Vermittlungschancen von entlassenen Opel-Beschäftigten zitiert worden.

 
 
 
 


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