Mittwoch 12.12.12, 17:49 Uhr
Der Bahnhof Langendreer an den Betriebsrat von Opel:

Lieber Rainer,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

zunächst möchten wir Euch unsere volle Solidarität im Kampf um den Erhalt der Produktion und der Arbeitsplätze in Bochum ausdrücken. Seit Jahren müsst Ihr diesen Kampf führen. Das Management von General Motors agiert unverantwortlich und unzuverlässig und stellt Euch nun vor vollendete Tatsachen. Das ist nicht hinnehmbar. Die Belegschaft ist völlig unzureichend in den Entscheidungsprozess einbezogen worden und wird jetzt vor vollendete Tatsachen gestellt. GM hat Opel am ausgestreckten Arm verhungern lassen. Statt der angekündigten Werksschließung wären Verhandlungen mit den Beschäftigten zur Entwicklung alternativer Produktionsmöglichkeiten gefordert gewesen. Dass nun einseitig das Ende der Automobilproduktion in Bochum verkündet wurde, ist ein Skandal.
Die Beschäftigten von Opel und den Zulieferbetrieben brauchen eine Perspektive. Eigentum verpflichtet. General Motors ist in der Verantwortung, alternative Entwicklungen zu ermöglichen. Der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen sind dafür Voraussetzung. Niemand darf in die Arbeitslosigkeit entlassen werden, heute nicht und auch nicht nach 2016. Wir wünschen Euch viel Kraft und einen langen Atem bei den bevorstehenden Auseinandersetzungen.
Wo wir können, werden wir Euch in Eurem Kampf für den Erhalt der Arbeitsplätze unterstützen.
Solidarische Grüße
Bahnhof Langendreer e.V.

 
 
 
 


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