Mittwoch 12.12.12, 21:50 Uhr

Aktuelle Stunde zu Opel

„Wo der Autokonzern General Motors versagt hat, da darf die Politik nicht wegsehen und muss jetzt zur Erhaltung der Opel-Standorte, insbesondere in Bochum, aktiv werden. Beileids- und Betroffenheitsbekundungen helfen den Beschäftigten in keiner Weise weiter. Bundesregierung und Bundestag müssen klar Farbe für die Beschäftigten von Opel bekennen“, erklärt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linkspartei anlässlich der für Donnerstag, den 13.12. von ihrer Fraktion im Bundestag beantragten Aktuellen Stunde zu Opel. Dagdelen weiter:
„Den Menschen, die sich in ihrem Betrieb jahrelang für die Marke Opel eingesetzt haben, um die Standorte wie vor allem Bochum zu sichern, gilt die Solidarität Der Linken. Sie gilt aber auch den Menschen im Ruhrgebiet, deren Arbeitsplätze gleichermaßen durch die Profitgier von General Motors bedroht werden. Wenn in der Autoproduktion in Bochum die Lichter ausgehen, dann betrifft das nicht nur die 3000 Menschen bei Opel, sondern weitere 45.000 Beschäftigte bei Partnerbetrieben, Dienstleistern und Zulieferern, die von der Autoproduktion in Bochum abhängen. Das strukturschwache Ruhrgebiet wird nach dem Weggang von Nokia und nach dem Verkauf der Edelstahlsparte von Thyssen Krupp Nirosta Anfang des Jahres immer mehr zum Elendsviertel in Nordrhein-Westfalen.
Eines ist nun deutlicher als zuvor: Opel muss aus GM herausgelöst und perspektivisch in die öffentliche Hand und gemeinsame Kontrolle von Bund, Ländern und Belegschaften überführt werden. Zwingend ist auch eine ökologische Innovationsstrategie, um zukunftsfähige Arbeitsplätze durch einen ökologischen Umbau zu sichern und zu schaffen. Die Belegschaft will gute Autos bauen, aber die amerikanische Konzern-Mutter in Detroit lässt sie nicht.“

 
 
 
 


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