Mittwoch 05.12.12, 19:24 Uhr

Linke verurteilt Naziübergriffe

Zu den erneuten Übergriffen von Nazis in Bochum-Langendreer erklärt die Sprecherin der Bochumer Linken, Mehriban Özdogan: „Die Linke Bochum verurteilt die gestrigen erneuten Übergriffe von Nazis in Bochum-Langendreer. Nachdem es bereits am 28. November 2011 zu Angriffen gegen einen Teenager gekommen war, und am 2. Dezember 2012 die Webseite des Bahnhofs Langendreer offenbar von Nazis gehackt worden war, wurden gestern mehrere Jugendliche in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Langendreer überfallen und von mutmaßlichen faschistischen Schlägern verletzt.”
Weiter heißt es in der Pressemitteilung: »Diese Ereignisse reihen sich ein in eine Vielzahl rechter Angriffe und von Bedrohungen von Antifaschisten in Langendreer in jüngster Zeit. Wir rufen dazu auf, Zivilcourage gegen die Drohungen der Nazis zu zeigen. Schweigen und Wegschauen ermutigt nur die Täter zu neuen Gewalttaten.
Die Linke Bochum kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die zuständigen Behörden das Problem nicht wirklich ernst zu nehmen scheinen. Das schürt die Gefahr, dass sich eine regelrechte Kultur der Straflosigkeit in Bochum ausbreitet, bei der die entsprechenden Übergriffe nicht wirksam verfolgt und geahndet werden. Dies würde von faschistischen Schlägern und NS-Tätern mit Sicherheit als Freibrief verstanden werden, neue Taten zu begehen. Dies kann die Stadt Bochum nicht wollen. Vor diesem Hintergrund fordern wir die zuständigen Behörden auf, ihre Aktivitäten zu verstärken, um die Täter zu überführen.
Bochum darf nicht zu einer Aktivitätszone für Nazis werden. Die jüngsten Tendenzen in dieser Hinsicht, auch was die NS-Schmierereien in der Nähe des Schauspielhauses angeht, sind bedenklich. Diesen Anfängen muss entschlossen entgegengetreten werden. Die Linke steht solidarisch an der Seite der Opfer von NS-Gewalt. Die Stadt Bochum und die Bürgerinnen und Bürger müssen hier ein Zeichen setzen, damit NS-Gewalt bei uns nicht zur Normalität wird.“
Die Sprecherin ist sich sicher: „Wenn wir der rassistischen und faschistischen Ideologie den Nährboden entziehen, wird es der Terror von rechts schwieriger haben. Mit seiner kulturellen Arbeit trägt der Bahnhof Langendreer genau dazu bei. Ein Angriff auf den Bahnhof, ist ein Angriff auf die aufklärerische und menschenverbindende Kultur.“

 
 
 
 


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