Mittwoch 26.09.12, 15:51 Uhr
Aktion der DGB-Jugend auf Demo „Pott umFAIRteilen“:

„Jugend ist systemrelevant”

Der DGB schreibt: »Jugendliche sind heute von unsicheren Lebens- und Arbeitsbedingungen betroffen. Nach der Schule keinen Ausbildungsplatz oder nur unbezahlte Praktika. Nach der Ausbildung nur befristete Verträge oder Leiharbeit. Die Perspektiven der jungen Generation sind unsicher. Aber die Zukunft der Jugend wird auch von leeren öffentlichen Kassen und Schuldenbremsen bedroht, meint DGB Jugendbildungsreferent Tim Ackermann und ruft alle Jugendlichen zur Teilnahme am Jugendblock bei der Demonstration „Pott umFAIRteilen” am kommenden Samstag in Bochum auf. Investitionen in das Schulsystem und die Verbesserung der Qualität an den Berufsschulen seien unabdingbar. Auch der Ausbau der Hochschulen müsse weiter fortschreiten. Jeder müsse die Chance haben, sich selbst zu verwirklichen. Jugendliche seien die ersten, die davon betroffen sind, wenn Schwimmbäder und Bibliotheken schließen, Jugendzentren dicht gemacht werden und der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt wird. Auch Jugendverbände und Jugendinitiativen seien wichtig, damit Jugendliche Orte haben, an denen sie ihre Freizeit verbringen können. Gerade in Gebieten in denen demokratische Jugendverbände nicht mehr vorhanden seien, hätten Nazis Zulauf. Der rechte Terror der NSU und die hohe Zahl von gewalttätigen Übergriffen von Nazis auf Andersdenkende und als anders wahrgenommene in den letzten Jahren zeige, dass demokratische Jugendverbände unverzichtbar seien.
„Nicht nur Banken, auch junge Menschen sind systemrelevant! Deshalb fordern wir eine dauerhafte Vermögenssteuer, eine einmalige Vermögensabgabe, eine bessere Erbschaftssteuer, eine Steuer auf Finanztransaktionen und die Trockenlegung von Steueroasen, damit die Finanzierung dieser gesellschaftlich notwendigen Aufgaben gesichert ist“, so Ackermann.
Für leere Kassen gäbe es keine Notwendigkeiten! Geld sei genug da. 10% der Bevölkerung in Deutschland verfügten über 53% des Privatvermögens und die Schere zwischen arm und reich werde immer größer, zitiert der Jugendvertreter aus dem Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. „Die Zukunft der jungen Generation hängt auch davon ab, dass sich wieder alle, auch Reiche und Superreiche, an der Finanzierung unseres Gemeinwesens beteiligen!“
Bei der Demonstration am 29.09. wird die DGB-Jugend Bochum mit einem eigenen Musik- und Lautsprecherwagen vertreten sein. Alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind herzlich eingeladen sich zu beteiligen. Bei der Abschlusskundgebung am Schauspielhaus werden Tobias Winzen (IG-Metall-Jugend) und Michael Hortig (ver.di Jugend) über die besonderen sozialen Problemlagen der jungen Generation informieren.
Die Demonstration beginnt am Samstag, den 29. September 2012 um 12.00 Uhr mit einer Kundgebung am Hauptbahnhof.«

 
 
 
 


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