Montag 20.08.12, 18:37 Uhr

umFAIRteilen!

Der Sozialverband Deutschland Bochum-Hattingen (SoVD) macht am Freitag, den  24. August von 11:00 Uhr – 16:00 Uhr einen Aktionsstand vor dem Kaufhaus C&A in Bochum. Motto der Veranstaltung: Um-fair-teilung – Reichtum besteuern. Es kommt was in Bewegung in Bochum. Der SoVD macht sich für eine gerechtere Gesellschaft stark. Diese Aktion mobilisiert für die Kampagne umFAIRteilen, die mit Großdemonstrationen u.a. in Bochum am 29.  September dafür eintritt, dass es in Deutschland wieder eine Vermögenssteuer gibt und mit einer Vermögensabgabe ein klein wenig mehr Verteilungsgerechtigkeit in unserer Gesellschaft hergestellt wird. Das Bündnis zur Vorbereitung der ruhrgebietsweiten Demo in Bochum trifft sich am Dienstag, 28. August um 18.00 Uhr bei ver.di, Universitätstr. 79.

3 LeserInnenbriefe zu "umFAIRteilen!" vorhanden:

LeserInnenbrief(e) zu "umFAIRteilen!" als RSS


 

21. Aug. 2012, 14:46 Uhr

LeserInnenbrief von Manfred König:

Mit seinem Aufruf ” Wir müssen alles tun, um die Wiederbelebung dieser Steuer zu verhindern.”, hat bereits Geschäftsführer Erwin Köhler – Haus+Grundeigentümer Bochum e.V., Viktoriastr. 63, auf der Jahreshauptversammlung 2012 in der Gastronomie im Stadtpark sehr deutlich aufgezeigt, dass er und sein Verein in Bochum nicht untätig bleiben wird. Wer ohne Einschränkung ” alles tun ” will, um die Sache der Verteilungsgerechtigkeit durch die Wiederbelebung der Vermögenssteuer zu bekämpfen, lässt m.E. für den schlimmsten Fall den Eindruck zu, dass die Demonstranten um ihr Leben fürchten müssen. Es sollte deshalb zu einem klärenden Gespräch zwischen den Demonstranten und diesem Geschäftsführer kommen.

http://www.hagebo.de/documents/Zuhause_0412.pdf


 

22. Aug. 2012, 09:10 Uhr

LeserInnenbrief von Michael Wenzel:

Lieber Manfred König,

im gerechten Eifer passiert es gelegentlich, dass man/frau gewaltig über das Ziel hinausschießt.

Die Tatsache, dass der Haus- und Grundeigentümer e. V. eine deutlich konservative Veranstaltung ist, sollte deshalb nicht dazu verleiten, mit absurden Unterstellungen zu arbeiten.

Darunter fällt für mich die Äußerung, dass Demonstranten um ihr Leben fürchten müssten, weil Erwin Köhler sich gegen eine Vermögenssteuer ausspricht.

Ich kann Ihnen versichern, dass Herr Köhler, mit dem ich seit fast 25 Jahren überaus herzhafte Auseinandersetzungen (z. B. in Mietspiegelverhandlungen) führe, ein sehr friedfertiger Mensch ist.

Da ich davon ausgehe, dass die Befürworter/innen einer Vermögenssteuer die deutlich besseren Argumente auf ihrer Seite haben, sollte eine Beschränkung auf Sachargumente das Mittel der Wahl sein. Dazu gehört zum Beispiel die Frage, wer aus der Klientel der Haus- und Grundeigentümer überhaupt von einer Vermögensabgabe betroffen wäre?

Mit besten Grüßen
Michael Wenzel
Geschäftsführer des Bochumer Mietervereins


 

22. Aug. 2012, 13:27 Uhr

LeserInnenbrief von Manfred König:

Lieber Michael Wenzel,

danke für den Kommentar.

Sie haben aus 25jähriger Zeit herzhafter Auseinandersetzungen zwischen Geschäftsführern zugleich die erfahrene persönliche Friedfertigkeit attestiert, die zur Kenntnis genommen wird.
Ich stimme Ihnen zu, wenn wir uns eigentlich der Sachargumente annehmen sollten. Aber da ist nun einmal zunächst der Satz Ihres Verhandlungspartners, der öffentlich – ohne weitere Erläuterung bzw. ohne Hinzufügung eines Sacharguments – verkündigt: ”Wir müssen alles tun, um die Wiederbelebung dieser Steuer zu verhindern”. Dieser Satz schwebt noch immer im öffentlichen Raum und wirkt wie eine Kampfansage. Ein Leserbrief der als Folge des beschriebenen Zustandes die Besorgnis zum Ausdruck bringt, dass dieser Satz für den schlimmsten Fall den Eindruck zulässt, dass die Demonstranten um ihr Leben fürchten müssen, ist eben keine Unterstellung und war auch nicht so angedacht. Dagegen können leichtfertige- bzw. unbedachte Worte, dass ist wohl unstrittig, können auch Taten befördern. Dessen darf man sich auch als Geschäftsführer bewusst sein.

Ich wünsche Ihnen eine hoffentlich noch lange und gute Zeit des Miteinanders.

Freundliche Grüße
Manfred König


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