Sonntag 17.06.12, 15:43 Uhr
Film & Diskussion

„The Truth lies in Rostock“

In der Reihe Politischer Dienstag wird am Dienstag, den 19. Juni um 19.00 Uhr im Kulturcafé an der Ruhr-Uni der Film „The Truth lies in Rostock“ gezeigt. Die Ankündigung: »Vom 22. bis 26. August 1992 griff ein Mob aus Neonazis und ganz normalen Deutschen über Tage hinweg die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber*innen in Mecklenburg-Vorpommern und das direkt angrenzende Wohnheim ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiter*innen im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen an. Während Verantwortliche in Stadt und Land die Ereignisse trotz Ankündigen schlicht aussaßen, überließ die Polizei den Angreifenden weitestgehend ungestört das Feld und damit die Migrant*innen sich selbst. Die Anwohner*innen verfolgten indessen wohlwollend vom Balkon oder der Imbissbude nebenan aus die Ereignisse.
Die Dokumentation „The Truth lies in Rostock“ gibt einen detaillierten Überblick über die Geschehnisse der Pogromtage und ihre Auswirkungen von der „Evakuierung“ der Flüchtlinge und ehemaligen VertragsarbeiterInnen bis hin zur Debatte um die faktische Abschaffung des Grundrechts auf Asyl. Sie vereinigt dabei Bilder aus dem Inneren des Vertragsarbeiter*innen-Wohnheims unmittelbar während der Angriffe und Gespräche mit den Angegriffenen mit sprachlos machenden Interviews von Verantwortlichen offiziellerseits, Anwohner*innen und Angreifer*innen.«
Film: The Truth lies in Rostock (R: Mark Saunders, D 1993, 81 min)

 
 
 
 


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