Montag 28.05.12, 20:31 Uhr
Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit in Bochum

“Alle Räder rollen für den Sieg”

Ein Rundgang durch die Vergangenheit, die nicht vergeht

Vor drei Wochen wurde die Gedenkstätte „Saure Wiese“ eröffnet. Sie erinnert an eins der größten Zwangsarbeiterlager des Bochumer Vereins im Faschismus. Jetzt ist dieser Ort der Erinnerung  schon wieder teilweise zerstört worden: Vandalismus? Eine Aktion von Neo-Faschisten? Ein Stadtrundgang der VHS erinnert am Sonntag, den 3. Juni an Kriegsproduktion und Zwangsarbeit in Bochum. In der Ankündigung heißt es: »Vor 75 Jahren wurde der Bochumer Verein als „nationalsozialistischer Musterbetrieb“ ausgezeichnet. Dieser Musterbetrieb war einer der größten Waffenproduzenten des faschistischen Deutschland.
Aber auch in anderen Bochumer Betrieben mussten spätestens mit Beginn des 2. Weltkriegs kriegswichtige Güter hergestellt werden. Im Verlauf des Krieges wurde diese Kriegsproduktion  nur noch mit dem Einsatz von Tausenden von ZwangsarbeiterInnen aufrecht erhalten. Wer waren die Männer und Frauen, oft Kinder und Jugendliche, die in Bochum Zwangsarbeit leisten mussten? Wie lebten und starben sie in Bochum? Bei einem Rundgang durch den heutigen Westpark und den Stadtteil Stahlhausen soll am Beispiel des Bochumer Vereins ein Eindruck von Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit vermittelt werden.
Der Rundgang beginnt am Sonntag, den 3.6.2012 um 14.00 Uhr am Gewerkschaftshaus, Alleestr. 80,  und dauert bis ca. 16.15 Uhr.
Anmeldungen bei der VHS: Tel. 0234/9101555. Unkostenbeitrag 5 Euro.

 
 
 
 


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