Freitag 18.05.12, 14:18 Uhr
Diskussionsveranstaltung über linken Antisemitismus

Die Flugzeugentführung von Entebbe

Am Dienstag, den 22. Mai findet um 19.00 Uhr im KulturCafé an der Ruhr-Uni die nächste Veranstaltung in der Reihe politischer Dienstag statt. Die VeranstalterInnen wollen linken Antisemitismus am Beispiel der Flugzeugentführung von Entebbe thematisieren. Die Ankündigung: »Wir wollen an diesem Abend an ein fast vergessenes Ereignis der Geschichte und an einen Bruchpunkt der deutschen Linken nach 1968 erinnern: Am 27. Juni 1976 entführte ein deutsch-palästinensisches Terrorkommando eine Air France-Maschine von Athen nach Entebbe in Uganda. Gefordert wurde die Freilassung von inhaftierten Mitgliedern diverser antiimperialistischer Gruppen in Israel und der Bundesrepublik. Nach einigen Tagen wurden unerwartet die meisten Geiseln freigelassen, allein die zuvor gewaltsam von den übrigen Passagieren getrennten Israelis und Juden wurden weiter festgehalten und mit dem Tod bedroht.
Erst ein riskanter Kommandoeinsatz der israelischen Spezialeinheit Sayeret Matkal befreite in der Nacht auf den 4. Juli 1976 die jüdischen Geiseln. Danach diskutierte die zuvor eher peinlich berührte anstatt empörte Öffentlichkeit, und mit ihr die deutsche Linke, nicht die Selektion von Juden und Nicht-Juden, sondern die Verletzung ugandischer Souveränität durch einen ‚Blitzkrieg‘-Angriff. Für einige Linke allerdings war dieses Ereignis ein einschneidender Wendepunkt: Zum ersten Mal nach dem 8. Mai 1945 hatten Deutsche öffentlich nicht nur Einspruch, sondern die Waffen und eine nicht mehr nur sekundär antisemitische Stimme gegen Israelis und Juden erhoben…
Wir zeigen dazu den israelischen Spielfim „Mivtsa Yonatan (Operation Thunderbolt)“ (OmEngU , 1977. R: Menahem Golan, D: Yehoram Gaon, Klaus Kinski) und wollen danach mit euch zusammen dieses historische Ereignis, dessen israelische Wahrnehmung und den linken Antisemitismus diskutieren.«

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18. Mai. 2012, 21:17 Uhr

LeserInnenbrief von Paule:

Oje, oje – das rote Kanape im Kultur-Cafe

Wer Lust hat sich Geschichtsumdeutung a la Antideutsch anzuhören, gehe ruhig hin und setze sich aufs rote Kanape ins Kultur-Cafe.

Der Paule, also icke, empfehle das sehr interessante Buch von der autonomen L.U.P.U.S. – Gruppe zu lesen. Es ist im Unrast Verlag erschienen und heißt „Die Hunde bellen… Von A … bisR.Z“. Untertitel „Eine Zeitreise durch die 68er Revolution und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre“.
Es erklärt Einiges zum Verhältnis Teile westdeutscher Linker zum Internationalismus, Israel/Palästina – Konflikt und den Versuch Kritik mit bewaffneter Politik zu verbinden.


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