Mittwoch 16.05.12, 16:42 Uhr

Opel-Belegschaftsversammlung

Aufgrund der aktuellen Diskussion über die Zukunft von Opel und des Bochumer Opel-Werkes findet am Montag, 21. Mai 2012, eine zusätzliche Belegschaftsversammlung statt. Dazu schreibt der Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel:  »Seit Jahren wird immer wieder über die Schließung von Opel-Standorten, zum Beispiel des Werkes Bochum, spekuliert. Gleichzeitig gibt es seitens der Opel-Geschäftsführung Planspiele, ab 2015 die Bochumer Produktion nach Rüsselsheim zu verlagern. Diese Verlagerung würde eine Schließung des Bochumer Werkes zur Folge haben.
Diese ständige Unsicherheit und Unruhe belastet seit vielen Jahren die Menschen im Betrieb, verunsichert die Kunden und schädigt nachhaltig die Marke Opel in ganz Deutschland.
Opel-Bochum ist der zweitgrößte europäische Opel-Betrieb, hochflexibel und sehr produktiv. Bochum ist das Werk mit der höchsten Auslastung im Dreischichtbetrieb. In diesem Jahr feiern wir in Bochum 50 jähriges Jubiläum. Vom Bochumer Opel-Werk sind in NRW über 45.000 Arbeitsplätze direkt im Opel-Werk, in den Partnerbetrieben, bei Dienstleistern und Zulieferbetrieben betroffen.
Das Bochumer Werk ist wichtig für den Gesamtkonzern und die Region. Darum ist es wichtig, dass die Belegschaft und das Land NRW dringend Klarheit und Sicherheit zur Zukunft der Opel-Werke und insbesondere zum Standort Bochum bekommen.
Der Vorstandsvorsitzende von Opel, Karl Friedrich Stracke und weitere Vorstandsmitglieder von Opel werden an der Belegschaftsversammlung teilnehmen. Der Aufsichtsratsvorsitzende von Opel und Vizepräsident von General Motors, Stephen Girsky, ist angefragt.
Als Gäste haben die Ministerpräsidentin des Landes NRW, Hannelore Kraft, sowie der NRW-Wirtschaftsminister, Harry Voigtsberger, zahlreiche Bundestags- und Landtagsabgeordnete sowie die Oberbürgermeister aus den Ruhrgebietsstädten ihre Teilnahme zugesagt.
Die Versammlung findet am 21. Mai 2012 ab 8.00 Uhr im Bochumer Werk I statt .«
Im Vorfeld der außerordentlichen Betriebsversammlung bei Opel äüßert sich der DGB Regionsvorsitzende Michael Hermund wie folgt „Die Anwesenheit von Herrn Stracke ist eine gute Gelegenheit, die Zukunftsperspektiven des Bochumer Opel-Werkes zu diskutieren.
Ich erwarte von Herrn Stracke ein klares Wort zum Erhalt der Arbeitsplätze, zu neuen Produkten und damit zum Erhalt der Opelwerke in Bochum.
Gerüchte und schlechte Nachrichten sind kein Werbekonzept. Damit vertreibt man Kunden. Durch die Drohung mit Betriebsschließungen wird kein einziges Fahrzeug mehr verkauft. Allein durch eine offensive Strategie lassen sich Marktanteile zurückholen. Opel in Bochum hat eine gut qualifizierte, motivierte Belegschaft, hat Ideen für die Zukunft und ist das Werk mit der besten Auslastung. Eine solche Perle lässt man nicht ohne Not in Unsicherheit.
Opel hat kein Kostenproblem, schon lange nicht bei den Personalausgaben, die nur den kleineren Teil der Gesamtkosten ausmachen.
Opel hat ein Absatzproblem. Weitere Kunden werden durch schlechte Nachrichten verschreckt. Eine Gesamtstrategie für den Konzern ist notwendig. Hier muss endlich in die Zukunft investiert werden statt Menschen und Märkte zu verunsichern“

 

 
 
 
 


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