Dienstag 08.05.12, 13:40 Uhr
Die Linke zur Strategie von General Motors gegenüber Opel

Ein klassischer Fall von Erpressung

In einer Presseerklärung nimmt der Sprecher der Bochumer Linkspartei Christian Leye Stellung zu den jüngsten GM-Bedrohungen gegenüber dem Bochumer Opelwerk: „Das Vorgehen von General Motors, den Belegschaften ihrer europäischen Werke durch die Androhung von Werksschließung Lohnverzicht und Zugeständnisse abzuringen, ist ein klassischer Fall von Erpressung. Hier ist es notwendig, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter genau so international denken und handeln wie die Kapitalseite, die sie gerade damit erpresst. Wir fordern von General Motors endlich ein Sanierungskonzept, das nicht auf die Kosten der rund 3000 Beschäftigten geht und damit die rund 40 000 Arbeitsplätze in der Region gefährdet, die laut Handwerkskammer am Bochumer Opel Werk hängen.“
Leye weiter: „Der Profit steht auch für General Motors vor allen Bedürfnissen der Menschen, die für GM schuften oder die im Ruhrgebiet indirekt vom Bochumer Opelwerk abhängig sind. Gegen diese ganz normale Geschäftsgrundlage unseres Wirtschaftssystems hilft nur Druck aus der Belegschaft, der Bevölkerung und der Region. Wir stehen hier solidarisch an der Seite der Opelarbeiterinnen und Arbeiter. In dem Zusammenhang unterstützten wir auch die IG-Metall Warnstreiks, die am Mittwoch in Bochum laufen für 6,5 % Entgelterhöhung, die unbefristete Übernahme der Auszubildenden und eine Beschränkung der Leiharbeit. Die Forderungen sind gerechtfertigt, Wirtschaftswachstum ist nicht zur Profitmaximierung da, sondern gehört in die Hände derjenigen, die es erarbeitet haben. Wir würden uns freuen, wenn die Streikenden im Anschluss an die Warnstreiks an der Kundgebung mit Oskar Lafontaine, Katharina Schwabedissen und den Bochumer DirektkandidatInnen teilnehmen würden, die ab 15:00 Uhr auf dem Husemann-Platz in Bochum stattfindet. Diese werden auch zu der aktuellen Situation bei Opel Bochum Stellung beziehen.“

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8. Mai. 2012, 19:38 Uhr

LeserInnenbrief von Falk Moldenhauer:

Kurz nach Veröffentlichung des ILO-Berichts, einer Unterorganisation der UNO, wonach derzeit global mehr als 200 Millionen Menschen arbeitslos sind (6 Millionen mehr als im vorigen Jahr) schlägt es auch in Bochum
wie eine Bombe ein: Das Opel-Werk Bochum soll endgültig und in aller Eile dicht gemacht werden! Welch eine gigantische Vergeudung von menschlicher Kreativität. Gleichzeitig wächst der Reichtum einer dünnen Schicht von Multimillionären ins Unermessliche – was für ein perverses Wirtschaftssystem! Und was tun unsere verantwortlichen Landes- und BundepolitikerInnen?
Außer Spesen nichts gewesen. Ich meine der Mensch geht vor Profit. (Falk Moldenhauer, Mitarbeiter der DKP-Bochum)


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