Sonntag 22.04.12, 15:00 Uhr
der_notstand präsentiert die Buchvorstellung:

Über Sarrazin hinaus

Der Rassismus in der ‘Leistungsgesellschaft’

Am Freitag, den 27. April, stellen die AutorInnen Hannah Schultes, Regina Wamper und Sebastian Friedrich um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum ihr Buch vor: Über Sarrazin hinaus – Der Rassismus in der ‘Leistungsgesellschaft’. In der Ankündigung heißt es: »Das mediale Ereignis der ‘Sarrazindebatte’ führte zu einer breiten gesellschaftlichen Verschiebung nach rechts, enttabuisierte rassistisches Denken und verband in besonderer Weise Rassismus mit Elite- und Nützlichkeitsdenken. Der Ende August erschienene Sammelband ‘Rassismus in der Leistungsgesellschaft’ analysiert und kritisiert in Beiträgen unterschiedlicher Autor_innen diese wichtige politische Debatte. Die Beiträge geben Anstöße für den Alltag, die politische Praxis und die kritische wissenschaftliche Auseinandersetzung.
Zunächst zeichnet Sebastian Friedrich die Debatte nach und zeigt auf, wie “Unterschicht” ethnisiert wird. Das Zusammenspiel von Ökonomie und Einwanderung zeigt sich deutlich an den Bildern von Migrant_innen, die die “Sarrazindebatte” bestimmten, was anschließend Hannah Schultes darstellen wird. Schließlich widmet sich Regina Wamper der Berufung Sarrazins auf die Meinungsfreiheit. Statt sich auf diesen Legitimationsdiskurs einzulassen, empfehlen die Referent_innen, sich besser mit den inhaltlichen Aussagen und ihrer Verknüpfung mit Herrschaftsverhältnissen und Machtwirkungen auseinanderzusetzen.
Hannah Schultes ist Redakteurin von kritisch-lesen.de und Mitglied der Diskurswerkstatt des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Regina Wamper ist Mitarbeiterin des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Sie arbeitet diskursanalytisch zu den Themen extreme Rechte in Deutschland, Antisemitismus, völkische Kapitalismuskritik und Geschlechterkonstruktionen der extremen Rechten. Sebastian Friedrich lebt in Berlin, ist Redakteur von kritisch-lesen.de, aktiv bei KOP (Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt) und Mitglied des AK Rechts und der Diskurswerkstatt des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS).
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1 LeserInnenbrief zu "Über Sarrazin hinaus" vorhanden:

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22. Apr. 2012, 22:40 Uhr

LeserInnenbrief von Jakob Spatz:

Naja. Alles in Allem doch ein Befund, welcher nahelegt, sich von der Untersuchung der Extremen Rechten oder von Gestalten wie Thilo S. ab- und der Kritik der bürgerlichen Gesellschaft, oder besser: von Macht und Staat zuzuwenden. Das muss ja nicht zwangsläufig in den altbekannten marxistischen Sackgassen enden. Oder gar in der Apologie autoritär-staatlichen Handelns a` la DDR. Sollte doch gehen. Macht aber irgendwie niemenschd. Wär aber wohl das, was gebraucht wird.


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