Donnerstag 19.04.12, 12:41 Uhr
Regisseur spricht über Film zum Alltag im Afghanistan-Krieg

„Generation Kunduz“ im Endstation Kino

Das Endstation Kino, der Bahnhof Langendreer und das Bochumer Friedensplenum laden am Montag, den 23.4., um 19.30 zum Dokumentarfilm „Generation Kunduz – Der Krieg der Anderen“ mit anschließendem Publikumsgespräch ein. Zu Gast ist der Regisseur Martin Werner, der viele Jahre als Reporter in Afghanistan unterwegs war und dort angehende afghanische Journalisten ausbildet und den Aufbau unabhängiger Medien voran brachte. Sein preisgekröntes Kinodebüt zeigt die alltägliche Lebenswelt junger Menschen in Afghanistan. Der Film erzählt von fünf BewohnerInen der Stadt Kunduz: Eine Lokalreporterin, die für Gleichberechtigung kämpft, obwohl sie die Burka tragen muss; ein junger Student, der sich als freier Wahlbeobachter engagiert; ein kleiner Junge, der täglich als Schuhputzer durch die Stadt zieht, bevor er für die Schule lernen kann; zwei junge Männer, die einen Spielfilm drehen, mitten im bewaffneten Konflikt. Die Protagonisten geben einen Einblick in die Seelenlage einer jungen Generation, die zwischen Taliban und ausländischem Militär aufwächst und sich nach einer offenen Gesellschaft sehnt, einem arabischen Frühling am Hindukusch. Ihr Aufbruch ist dabei ständig in Gefahr, ihr Alltag gerät zur Gratwanderung -  ihre Geschichten sind bedrückend aber dennoch hoffnungsvoll.
Regisseur Martin Gerner will nach eigenen Aussagen mit seinem Film dem recht einseitigen Afghanistan-Bild etwas entgegensetzen und den Menschen ihre Würde zurückgeben. Beim an den Film anschließenden Gespräch berichtet er über Hintergründe und seine Erfahrungen.

 
 
 
 


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