Mittwoch 08.02.12, 15:57 Uhr

Der Sonntag soll verkaufsfrei bleiben!

Die Soziale Liste im Rat lehnt auch nach der gestrigen Beratung bei der Oberbürgermeisterin die Bestrebungen ab, zur Ratssitzung am 1. März erneut über die bereits entschiedene Frage der verkaufoffenen Sonntage zu debattieren und schreibt: »Sie lehnt es insbesondere ab, sich dem Druck der Händler und Verbandsfunktionäre zu beugen. Dies umso mehr, da in der Öffentlichkeit eine deutliche Zustimmung zu dem Ratsbeschluss der vergangenen Woche zu erkennen ist. Ein Umstoßen dieses Beschlusses kann nur das Ansehen des Rates beschädigen. Erneut würde die ungebremste Macht der Wirtschaft und seiner Verbände dokumentiert. Die neue, um 2 Tage verringerte, Beschlussvorlage, die in den Rat eingebracht werden soll, missachtet die vielen grundsätzlichen, sozialen, weltanschaulichen und ethischen Argumente, die ganz wesentlich zur Ablehnung der verkaufsoffenen Sonntage im Rat geführt haben. „Die Soziale Liste im Rat sieht in den vorhandenen Ladenöffnungszeiten genügend Spielraum für den Einzelhandel attraktive Angebote zu entwickeln, der Sonntag muss nicht dazugehören“, äußert sich Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste.«

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8. Feb. 2012, 21:30 Uhr

LeserInnenbrief von otto:

So lange die andren sechs Tage der Woche unter der Fuchtel des Kapitals stehen, könnt ihr euch den Sonntag in die Haare schmieren. Fällt niemanden auf, dass hier die ober-paternalistischen Institutionen, die sich oft selbst um Demokratie einen Kericht scheren, plötzlich Allianzen schmieden? Dass die Verwaltungsspitze vor der Wirtschaft huscht, ist schlimm, aber nicht neu und auch Teil der Verwaltungsdenke. Dass aber GenossInnen mit den Pfaffen politisch gemeinsame Sache machen, lässt nur hoffen, dass die Eroberung des Brotes ohne sie auskommt. Täteräää! Jawohl!

PS: Fußballspiele Sonntags zu verbieten, wäre doch mal eine Forderung, mit der sich gut profilieren lässt.


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