Die Grausamkeiten nennen sie Konsolidierungsvorschläge - Teil 1
Montag 19.12.11, 16:57 Uhr

Lohnkürzungen bei den Reinigungskräften

Im Katalog der Grausamkeiten von Stadt und Regierungspräsidium wird z. B. vorgeschlagen: “Bis zum Jahre 2022 scheiden insgesamt 193 Reinigungskräfte durch erreichen der Altersgrenze aus. Die ausscheidenden Mitarbeiterinnen sind in der Entgeltgruppe 2 eingruppiert. Die Wiederbesetzung erfolgt in EG 1. Diese Einsparung berücksichtigt lediglich die Verminderung der Personalkosten durch Neubesetzung in einer niedrigeren Entgeltgruppe. Die Einsparung durch die Reduzierung von Reinigungsflächen wurde bei den jeweiligen Steckbriefen der Gebäude berücksichtigt.” Dies soll eine jährliche Entlastung des Haushaltes um 1,1 Millionen Euro einbringen. Hier wird also massiv Lohndrückerei bei den ohnehin schon am schlechtesten Bezahlten geplant. Dass wahrscheinlich Kosten entstehen, weil die Betroffenen dann Sozialleistungen in Anspruch nehmen müssen, wird in den Planungen nicht berücksichtigt. Der “Konsolidierungs-Steckbrief” im Original.

1 LeserInnenbrief zu "Lohnkürzungen bei den Reinigungskräften" vorhanden:

LeserInnenbrief(e) zu "Lohnkürzungen bei den Reinigungskräften" als RSS


 

20. Dez. 2011, 10:44 Uhr

LeserInnenbrief von Francois:

Das ist keine in der Verantwortung der Stadt stehende Einsparung, sondern nach dem geltenden Tarifrecht leider so vorgesehen.

Die Einstiegslöhne nach dem neuen TVÖD sind nämlich niedriger als im alten BAT.

Da muß sich auch die Gewerkschaft Verdi einmal fragen lassen, warum sie es bei der Umstellung von BAT auf TVÖD zugelassen hat, daß neu eingestellte Beschäftigte schlechter bezahlt werden.

Auf die Besitzstandswahrung für die nach altem BAT bezahlten Beschäftigten hat sie erheblich mehr Wert gelegt.


Terminmitteilungen bitte an
redaktion@bo-alternativ.de