Montag 05.12.11, 17:30 Uhr

Husemannplatz erhalten

Die Soziale Liste im Rat lehnt die bisherigen Planung für das Gebiet um das Justizgebäude, das demnächst abgerissen werden soll, ab. Die Vorlagen der Verwaltung für die Planungen sind im Ratsinformationsnetz zu finden. Eine zentrale Forderung der Sozialen Liste ist: “Wir treten für die Vergrößerung des nichtkommerziellen Bereiches ein. Vor diesem Hintergrund lehnen wir jede Bebauung, auch Teilbebauung des Husemannplatzes ab. Dieser Bereich soll als Verweil- und Ruhebereich erhalten bleiben. Der Platz darf nicht zur Disposition stehen. Er ist ein Platz für die Bürgerinnen und Bürger!” Die Soziale Liste fordert:

  1. Es fehlt eine öffentliche Diskussion und Einbeziehung der Bochumer Bürgerinnen und Bürger in dieser für die Stadt besonders wichtigen Angelegenheit.
  2. Es fehlt eine gesamtstädtische Einbindung der vorgeschlagenen Planungen. Insbesondere die Stellung der Bereiche obere Massenbergstraße und Brückstraße ist unklar, ebenso das in absehbarer Zeit neu entstehende Gerichts-/ und Dienstleistungsgebiet am Ostring.
  3. Wir lehnen die geplante drastische Ausweitung der Verkaufs- und Dienstleistungsfläche im Innenstadtbereich ab (Demografischer Wandel, Notwendigkeit der Stärkung der Stadtteilzentren, Einkommensentwicklung etc.). Stattdessen wollen wir eine Stärkung und Verbesserung des vorhandenen Bestandes in der Innenstadt.
  4. Wir treten für die Vergrößerung des nichtkommerziellen Bereiches ein. Vor diesem Hintergrund lehnen wir jede Bebauung, auch Teilbebauung des Husemannplatzes ab. Dieser Bereich soll als Verweil- und Ruhebereich erhalten bleiben. Der Platz darf nicht zur Disposition stehen. Er ist ein Platz für die Bürgerinnen und Bürger!
  5. Der Umgang mit den Grundstücken für den alten Justizkomplex und dem Gelände am Ostring ist nach wie vor nicht geklärt. Es bleibt der Verdacht, dass hier zum Nachteil der Stadt gehandelt wurde.
  6. Der Schlegelturm und das historische Gebäude der Post müssen erhalten bleiben. Beide zusammen haben mit dem Rathaus und dem Wertheim-Gebäude stadtbildprägenden Charakter. Bochum darf keine gesichtslose Stadt werden.

„Bei der weiteren Planung für die Bochumer Innenstadt sollten auch längerfristige Umwelt- und Klimafragen berücksichtigt werden“, fordert Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste. Die Soziale Liste erneuert ihren Vorschlag, auf dem freiwerdenden Gelände der Justizbehörden an der Viktoriastraße eine Parkfläche (Kortum-Park II) zu planen.

 
 
 
 


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