Samstag 03.12.11, 08:57 Uhr

Brennpunkt Kurdistan

Am Sonntag, den 11. Dezember findet um 14 Uhr in der Ruhr-Uni im HZO 10 eine Veranstaltung statt mit dem Titel: Demokratie à la Türkei. ReferentInnen sind: Dr. Tülay Özdemir, Koordinationsmitglied des Demokratischen Gesellschaftskongresses, Meral Danis-Bestas, Rechtsanwältin und stellv. Co-Vorsitzende der Partei für Frieden und Demokratie, Gülizar Tuncer Rechtsanwältin und Vertreterin des Menschenrechtsvereins IHD in Istanbul und Prof. Wolfgang Richter, Politiker und Menschenrechtsaktivist. Die Veranstaltung findet in Kooperation von KURD-AKAD Netzwerk kurdischer Akademikerlnnen , Verband der Studierenden aus Kurdistan (YXK) und Civaka Azad – Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V statt. In der Ankündigung heißt es: »Der 10. Dezember ist der Internationale Tag der Menschenrechte, ausgerufen anlässlich der am 10. Dezember 1948 verabschiedeten UN-Menschenrechtscharta. Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt sind die Grundsätze dieser Erklärung. Jeder …Staat, der den Vereinten Nationen beitritt, erkennt diese gleichzeitig an.
Doch viele Länder sind noch sehr weit von den Grundsätzen der Menschenrechtsdeklaration entfernt, so auch die Türkei, UN-Mitglied seit 1945. Allein die Ereignisse der letzten Wochen – das Erdbeben in der kurdischen Provinz Van, die verstärkte Verhaftungswelle unter dem Deckmantel der sog. KCK- Operationen, die grenzüberschreitenden Militäroperationen und der Einsatz von chemischen Waffen im Kampf gegen die kurdische Guerilla – bestätigen dies.
So verteidigte der türkische Innenminister die initiale Ablehnung internationaler Hilfen für die Erdbebenopfer mit den Worten „Wir wollten austesten, inwieweit wir alleine zurecht kommen.“. Während die kurdische Bevölkerung die Folgen des Erdbebens zu beheben versucht, bombardiert die türkische Luftwaffe Kurdistan mit chemischen Waffen. Auch Napalmbomben waren laut Bericht des Menschenrechtsvereins IHD im Einsatz. Parallel hierzu werden weiterhin Woche für Woche dutzende Menschen aufgrund ihrer freien Meinungsäußerung und ihres Engagements für eine politische Lösung der kurdischen Frage festgenommen, unter ihnen der Verleger Ragip Zarakolu und die Professorin Esra Büsra Ersanli.
Den internationalen Tag der Menschenrechte zum Anlass nehmend, wollen wir mit einer Podiumsdiskussion nochmals auf den Brennpunkt Kurdistan aufmerksam machen.«

 
 
 
 


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