Mittwoch 05.10.11, 16:40 Uhr
Antimilitaristischer Protest auf der Berufsbildungsmesse

Fotografieren unerwünscht

Das Bochumer Friedensplenum hat heute gegen die Präsenz des “Bundeswehr – Zentrums für Nachwuchsgewinnung West” auf der vom Jugendamt der Stadt Bochum organisierten Jugendbildungsmesse protestiert. VertreterInnen des Jugendamtes wollten zunächst die Aktivitäten des Friedensplenums im RuhrCongress unterbinden. Erst das glaubhafte Versprechen, dass dann die Aktiven des Friedensplenums von der Polizei aus dem Saal getragen werden müssten und dies filmisch und fotografisch festgehalten würde, führte zu einem Einlenken der Veranstalter. Einem Fotojournalisten wurde daraufhin aber zunächst der Eintritt verwehrt. Auch diese Repressionsmaßnahme wurde zurück genommen, als BesucherInnen fragten, ob man in China sei oder hier ein nordafrikanischer Frühling erwünscht sei. Der friedliche Protest des Friedensplenums wurde letztendlich geduldet. Auch die Oberbürgermeisterin grummelte verärgert, dass wir doch alle gegen das Werben fürs Sterben seien, als das Friedensplenum bei ihrer Begrüßungsrede ein entsprechendes Transparent entfaltete. Die Protestaktion des Bochumer Friedensplenums wird morgen Vormittag wiederholt. Die Flyer zur Messe und zum Militär.

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6. Okt. 2011, 11:07 Uhr

LeserInnenbrief von Thor:

tja, was soll mensch noch zu Bochum sagen? Langsam schäme ich mich, hier zu wohnen. Eine Stadt, die mit dafür wirbt, Ihre Jugend zu potentiellen Mördern auszubilden, die mit dem Hochkulturgut Gänsereiten und weiteren Peinlichkeiten wirkt wie ein Dorf im Mittelalter. Dank an das Friedensplenum für den Einsatz!


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