Mittwoch 14.09.11, 16:31 Uhr

Film über Lebensmittelvernichtung

Das Kino Endstation im Bahnhof Langendreer zeigt ab dem morgigen Donnerstag eine Woche lang den Film “Taste the Waste” von Valentin Thurn. Von Donnerstag bis Samstag wird der Film von Greenpeace-ExpertInnen begleitet. Sie stehen nach dem Film für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. In der Ankündigung des Films heißt es: »Deutsche Haushalte werfen jährlich Lebensmittel für 20 Milliarden Euro weg – so viel wie der Jahresumsatz von Aldi in Deutschland. Außerdem wird jeder zweite Kopfsalat aussortiert, jedes fünfte Brot wird ungekauft entsorgt. Kartoffeln, die der Norm nicht entsprechen, bleiben auf dem Feld liegen und kleine Schönheitsfehler entscheiden über ein Schicksal als Ladenhüter.
Im Abfall der Supermärkte findet man überwältigende Mengen einwandfreier Nahrungsmittel, original verpackt, mit gültigem Haltbarkeitsdatum. Auf der Suche nach den Ursachen und Verantwortlichen deckt der Film ein weltweites System auf.
Zum Glück belässt es Valentin Thurn nicht nur bei Negativbeispielen, er zeigt auch Wege auf, die Verschwendung einzudämmen bzw. das Weggeworfene zumindest etwas zu nutzen. (…) Vor allem aber will dieser Film aufrütteln und ein Problem unserer Überflussgesellschaft aufzeigen. Er tut dies ohne polemisch zu werden. Das ist auch nicht nötig, die Perversion dieser Verschwendung ist offensichtlich, auch wenn sie kaum beachtet wird. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Film ein wenig zur fraglos schwierigen Veränderung beitragen kann.«
Der Film beginnt am Donnerstag bis Dienstag um 19.15 Uhr und am Mittwoch um 21.00 Uhr.

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18. Dez. 2011, 13:11 Uhr

LeserInnenbrief von Franz:

Der Lebensmittelvernichtungswahn steuert seinen Höhepunkt entgegen
„ Oh du fröhliche Weihnachtszeit“

Hundertausende Tonnen Lebensmittel landen jährlich österreichweit im Müll.
Milliarden von Euros werden gedankenlos vergeudet.
Einerseits jammert der Konsument über steigende Lebensmittelpreise, anderseits werden immer
mehr Lebensmittel in den Müll entsorgt.
Wir leben im Überfluß, sind schon so weit, das wir satte Menschen hungrig machen müssen.
Ein ökologischer und ökonomischer Wahnsinn. Die Folgen sind katastrophal und unabsehbar.

Unsere Verschwendungssucht verschärft anderswo auf der Welt das Hungerproblem.
Das ökologische System gerät aus allen Fugen, katastrophal für das Weltklima.
Dabei wäre eine Halbierung des Lebensmittelmülls durchaus realistisch.
Ich frage mich oft, ist es Dummheit, Faulheit oder die Ahnungslosigkeit der Menschen ?
Wenn wir nur die Hälfte weniger Lebensmittel
wegschmeißen würden, könnten wir soviel schädliche Klimagase vermeiden, als wenn wir jedes 2. Auto stillegen würden. Dabei müßten wir nichts von unseren Lebensstandard einbüßen

Wir sind alle an diesen Wahnsinn beteiligt. Die Einen mehr, die Anderen weniger, und Einige
haben es schon kapiert

Was können wir als Konsumenten dagegen tun ?
Wir Konsumenten haben die Macht Alles zu verändern !
Wir können durch unser Konsumverhalten entscheiden, wieviel wie, wo, und wann, produziert wird.
Aber was machen wir ?
Wir lassen uns ausnehmen wie eine Weihnachtsgans.
Wir entscheiden nicht mehr selber, sonder lassen uns als williges Opfer jeden Schmarren andrehen.
Wir Konsumenten sind zu nützliche Idioten der Konzerne geworden

Ich bin pensionierter Küchenchef, 66, und habe es mir zur Aufgabe gemacht, mit Kampagnen , Kochkursen und Projekten diesen Wahnwitz der Lebensmittelvernichtung etwas entgegenzusetzen.

Hier muß schon bei den Kindern (Schule) eine gezielte Aufklärung erfolgen, sonst werden die
Müllberge weiter zu, und die Wertschätzung unserer Lebensmittel weiter abnehmen. Es freut
mich sehr, das ich im Frühjahr mein Projekt an den Schulen präsentieren kann.

Es ist bereits 5 nach 12, retten wir, was hoffentlich noch zu retten ist.

Metzler Franz, Innsbruck


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