Mittwoch 10.08.11, 13:16 Uhr

Schlecht beraten und verkauft

Oberbürgermeisterin Scholz und PR-Agent Hellen haben sich gestern beim Chef der Deutschen Bank Ackermann für “die weitgehend unsachliche Kritik, aber auch die überzogene Berichterstattung in Teilen der Lokalpresse” im Zusammenhang mit der geplanten Rede des Bankers im Schauspielhaus entschuldigt. Näheres. Die WAZ-Redaktion hat einsichtig reagiert und nicht mehr überzogen. Die Schelte wurde nur als Einspalter unter der Überschrift gebracht: “Presse hat überzogen, andere nichts verstanden.” Die Ruhr Nachrichten werden noch deutlicher und machen ihren Bochumer Lokalteil mit einem Artikel unter der Überschrift “Kniefall vor Ackermann” auf.
Ackermann war gut beraten und ist auf Distanz zum Event-Manager Hellen gegangen. OB Scholz hat offensichtlich nicht so gute BeraterInnen.

1 LeserInnenbrief zu "Schlecht beraten und verkauft" vorhanden:

LeserInnenbrief(e) zu "Schlecht beraten und verkauft" als RSS


 

15. Aug. 2011, 09:50 Uhr

LeserInnenbrief von Silke B.:

Das Einknicken von Stadt-Oberen und Hof-Berichts-Be…äh..Erstattern vor einem wirtschaftlich Supermächtigen kenne ich seit Jahrzehnten als “Marken-Zeichen” von Bochum… Hut ab dagegen vor F.P. Steckel, der aus der Ferne dafür eingetreten ist, dass das Theater frei von “Zweck-Ent-Fremdung” gehalten wird – wohlbemerkt frei von Zweckentfremdung, nicht frei von gesellschaftlicher und politischer Auseinandersetzung, die ja im Theater per definitionem stattfindet, aber – wie der griechische Name Theater sagt – anschaulich in Szene gesetzt und nicht als schlichte Rede. Oder wollte Ackermann mehr als sich selbst inszenieren? Eine lustige Vorstellung……


Terminmitteilungen bitte an
redaktion@bo-alternativ.de