Archiv - Juli 2011

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Sonntag 31.07.11, 16:04 Uhr
VCD: Pendler in NRW haben täglich den "Stresstest"

5. Schwabenstreich gegen Stuttgart 21…

...und für bessere Bahn in NRW

Am morgigen Montag, den 1. August ruft der Bochumer VCD von 18.30 Uhr bis 19.00 Uhr zu einer Aktion vor dem Bochumer Hauptbahnhof auf. In einer Pressemitteilung heißt es: »Anlässlich der Präsentation des “Stresstestes” am vergangenen Freitag soll deutlich gemacht werden: Unabhängig von der Frage, wie viele Züge theoretisch in den geplanten Tiefbahnhof in Stuttgart einfahren könnten, sind Kosten von 4,1 Mrd (wahrscheinlich deutlich mehr) eine Zumutung für alle Menschen, die täglich ihren eigenen “Stresstest” im Bahnverkehr erleben und dringend Verbesserungen erwarten. Für die Beseitigung von wirklichen Engpässen auf der Schiene etwa in NRW wird es aber in den nächsten zehn Jahren absehbar kaum Mittel geben, solange diese in fragwürdige Prestigeprojekte wie Stuttgart 21 verpulvert werden. Die Forderung lautet daher: Priorität für Maßnahmen, die zusätzliche Kapazitäten für mehr Verkehr auf der Schiene für Personen und Güter schaffen – und damit mehr Klimaschutz und weniger Stress für die Fahrgäste! (weiterlesen)

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Samstag 30.07.11, 13:46 Uhr
Die Mitgliederentwicklung im Ruhrbistum:

5.345 Zugänge und 15.250 Abgänge

Die Deutsche Bischofskonferenz hat gestern in einer Pressemitteilung die “Eckdaten des Kirchlichen Lebens in den Bistümern Deutschlands 2010” veröffentlicht. Hierin heißt es: “Stabil sind nach wie vor die hohen Taufzahlen mit rund 170.000 Taufen und 185.000 Firmungen. 2010 sind 181.193 Menschen aus der katholischen Kirche ausgetreten und fast 11.000 Personen in die katholische Kirche eingetreten bzw. wieder aufgenommen worden.” Diese Botschaft wurde von den Agenturen verbreitet und von nahezu allen Medien übernommen. Der Haupttenor: Erstmals mehr Austritte als Taufen. Wer nicht nachdenkt, bekommt dabei aber gleichzeitig suggeriert, dass sich Taufen und Eintritte im Vergleich zu den Austritten in etwa die Waage halten. Bei dieser Mitgliederbilanz fehlen allerdings jene, die im vergangenen Jahr das ewige Leben erreicht haben. Die Statistik verzeichnet 252.965 Bestattungen. Die Katholische Kirche hat in der Bilanz im letzten Jahr 258.331 Schäfchen weniger als im Vorjahr. Auch die Zahlen für das Ruhrbistum können sich sehen lassen.  Den 5.345 neuen Mitgliedern (4.953 Taufen, 141 Eintritte, 251 Wiederaufnahmen) standen 15.250 Abgänge (9.954 Bestattungen, 5.296 Austritte) gegenüber. Im Jahr 2010 zählte das Bistum Essen 867.000 Mitglieder. Vor 20 Jahren gab es noch 1.158.000 KatholikInnen im Bistum. Absolute Spitze ist das Ruhrbistum beim sonntäglichen Kirchenbesuch. Nur 9,5 Prozent der gemeldeten Mitglieder nehmen daran noch teil. In keinem deutschen Bistum war die Zahl niedriger.

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Samstag 30.07.11, 09:19 Uhr

Enttäuschung über entgangenen Spaß

Nun haben es ein paar linke, intolerante, humorlose Menschen geschafft, dass Ackermann in Bochum kein Theater machen will. Das ist schlimm. Viel gemeiner ist, dass zahlreiche Menschen, die sich darauf gefreut haben, einen der ganz Großen unter den Comedians, Edmund Stoiber, live zu erleben, nun enttäuscht sind. Stoiber für 10 Euro im Schauspielhaus, das war ein wirklich sozialer Preis. Als kleinen Trost veröffentlichen wir an dieser Stelle Stoibers bedeutendstes Werk: “Zehn Minuten”. Mit dieser berühmten Transrapid-Nummer beginnt auch ein Zusammenschnitt-Video von “Stoibers Gestammelten Werken” auf youtube. Bleibt zu hoffen, dass die PR-Agentur von Sascha Hellen diesen begnadeten Wortakrobaten trotz des Ackermann-Flops doch noch irgendwann in Bochum live – vielleicht sogar in einem Solo – präsentieren wird.

Freitag 29.07.11, 18:22 Uhr

Ackermanns Breschenspringer spricht

Der Beigeordnete der Stadt Bochum für Kultur, Bildung und Wissenschaft Michael Townsend regt sich auf seiner facebook-Seite auf: “Wie bereits in einigen Kommentaren von mir gesagt: Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich noch einmal für Herrn Ackermann in die Bresche springen würde, aber dass eine solche Veranstaltung allein aufgrund einer kollektiven Aufregung aller, die das für ihr eigenes Selbstverständnis benötigen, nicht stattfindet, spricht für sich selbst.” Honke Rambow vom Rottstr. 5 Theater erwidert: “Ich denke eher, dass diese hastige Absage dem Umstand geschuldet ist, dass Ackermann nicht die offene Diskussion sucht und nicht bereit ist, sich kritischen Stimmen zu stellen, sondern sich die Veranstaltung als störungsfreie Egoshow vorgestellt hat. Damit bestätigt er die Stimmen der Kritiker.
Für Bochum stellt die Absage übrigens keinen Verlust dar: Mit einer geschickten Pressearbeit kann man aus der Absage sicherlich weit mehr überregionales Interesse herausholen, als mit der geplanten (ziemlich nichtssagenden) Veranstaltung. Und Bochum kann dank seiner aufmerksamen Bürgergesellschaft, die sich nicht alles vorsetzen lässt, auch noch verdammt gut dastehen.”

Freitag 29.07.11, 17:56 Uhr
Ein guter Tag für das Bochumer Schauspielhaus:

Ackermann erfolgreich abgesagt

»Nach der heftigen Kritik an seiner Person hat Josef Ackermann seine Teilnahme an einer Veranstaltung über internationale Finanzmärkte im Bochumer Schauspielhaus abgesagt. Ackermann mache “kein Theater”, sagte ein Sprecher der Deutschen Bank.« Das berichtet das Onlineportal der WAZ-Gruppe.  Als gutes Zeichen hat DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund die Absage bezeichnet. „Der Protest und die angekündigte Gegenveranstaltung haben Wirkung gezeigt,” so Hermund. „ Jetzt ist der Veranstalter am Zuge sich um einen glaubwürdigen Vertreter für das Thema „Herausforderung Zukunft” zu bemühen. Man sollte nicht einen Brandstifter zum Feuer löschen engagieren.” Der DGB hatte bereits für den Termin des geplanten Ackermann-Auftritts eine Kundgebung auf dem Platz vor dem Schauspielhaus angemeldet. Das Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit wollte bei dieser Veranstaltung die soziale Zukunftsalternative zum Ackermannschen Brutalkapitalismus aufzeigen. Die Planungen waren schon sehr konkret, weil die PR-Agentur von Sascha Hellen die Ackerman-Stoiber-Reitz-Show schon vor etlichen Wochen auf ihrer Webseite angekündigt hatte. In der letzte Wochen wurde dann offiziell bestätigt, dass das Schauspielhaus die Bühne für den Bankenchef und seine Mitspieler bieten soll. Dies provozierte nun zusätzlich noch viele KünstlerInnen, allen voran den ehemaligen Intendanten des Schauspielhauses Frank-Patrick Steckel. Er hatte den Banken-Boss eine hoch verderbliche Person genannt. Mehrere KünstlerInnen kündigten Protestaktionen an und die Lokalpresse berichtete ausführlich darüber. Während die Oberbürgermeisterin und Intendant Weber das Schauspielhaus als beliebig vermietbare städtische Mehrzweckhalle für PR-Auftritte öffnen wollen, gibt es viele KünstlerInnen und TheaterbesucherInnen, die die Bühne des Schauspielhauses nur dem echten Theater gewidmet sehen möchten. Diese Debatte ist noch nicht zu Ende geführt. (weiterlesen)

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Donnerstag 28.07.11, 15:41 Uhr
Datenschutzbeauftragter antwortet Sozialer Liste im Rat:

Videoüberwachung bei Vogel unzulässig

Die Soziale Liste schreibt in einer Presseerklärung: »Die von der Sozialen Liste vor zwei Jahren angestrengte Überprüfung der Videoüberwachung beim Bildungsinstitut Gisela Vogel ist abgeschlossen worden. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz NRW informierte jetzt die Soziale Liste im Rat darüber, dass eine Videoüberwachung des Unterrichts in den Räumen des Bildungsinstituts „als unzulässig” beurteilt wurde. Das Landesamt schreibt auch, dass das Bildungsinstitut ihre Überwachungsmaßnahmen nicht auf eine „Einwilligung der Betroffenen” stützen darf. Es betont besonders die „schutzwürdigen Interessen” der SchulungsteilnehmerInnen, Lehrkräfte und sonstigen Beschäftigten. Der Landesbeauftragte hat das Institut Vogel um Mitteilung gebeten, wie es die Anordnungen umsetzen will. (weiterlesen)

Donnerstag 28.07.11, 11:19 Uhr
Ralf Feldmann zur Haltung der Stadtspitze zum Ackermann-Auftritt:

Ein tiefer Knicks vor der Macht?

Ralf Feldmann, Ratsmitglieder der Linksfraktion im Rat und seit vielen Jahren im Bochumer Friedensplenum aktiv, hat zum geplanten Auftritt von Josef Ackermann im Schauspielhaus Bochum  einen offenen Brief an Oberbürgermeisterin Scholz und Kulturdezernent Townsend verfasst:
»Sehr geehrte Frau Scholz, sehr geehrter Herr Townsend,
am 21. September soll der Chef der Deutschen Bank Josef Ackermann im Schauspielhaus Bochum auftreten in der Veranstaltungsreihe „Herausforderung Zukunft” des Herrn Hellen, der Sie, sehr verehrte Frau Oberbürgermeisterin, als Schirmherrin verbunden sind. In den vielfältigen – gerade auch lokalen – Wirtschaftskrisen der letzten Jahre sind die Menschen in Bochum immer wieder in großen Demonstrationen gegen die Übermacht der wirklich Herrschenden in unserer Welt aufgestanden – für soziale Gerechtigkeit, für eine solidarische Gesellschaft und für die Verteidigung der Demokratie. Für diese vielen Tausend Bochumer Bürgerinnen und Bürger ist es in der Tat eine Herausforderung, ja Provokation, wenn der führende Exponent des deutschen und europäischen Finanzkapitals Gelegenheit erhält, in unserem geliebten und über die Grenzen unserer Stadt – noch – geachteten Schauspielhaus, einer herausragenden Stätte für Kunst und Kultur, die verderbliche Unkultur des entfesselten neoliberalen Kapitalismus als Hoffnung für die Zukunft zu verkaufen. Gemeinsam mit Herrn Stoiber, als damaliger Regierungschef in Bayern für das Desaster seiner Landesbank hoch verantwortlich, und moderiert von Herrn Reitz, dem es als Chefredakteur der WAZ zunehmend gelungen ist, die führende Zeitung des Ruhrgebiets zu einem alternativlos herrschaftsfrommen Beschwichtigungsblatt in Krisenzeiten zu trimmen. (weiterlesen)

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Donnerstag 28.07.11, 10:52 Uhr

VVN-BdA zu den Verbrechen in Norwegen

Die VVN-BdA Bochum schreibt: »Wir trauern um die vielen Opfer des Anschlag am 22. Juli in Oslo und auf der Ferieninsel Utoya. Wir verabscheuen zutiefst diesen von einem Faschisten verübten Anschlag. Vergessen dürfen wir nicht, dass auch in Deutschland in den letzten Jahren 137 Menschen durch Neonazis ermordet worden sind, dass täglich mehrere neofaschistische Gewalttaten stattfinden, dass auch direkt in Bochum in den letzten Monaten AntifaschistInnen und Antifaschisten körperlichen Angriffen von Neonazis ausgesetzt waren, dass antifaschistische Denkmäler und Holocaust-Erinnerungsstätten von NeofaschistInnen zerstört oder z.B. mit Hakenkreuzen besprüht worden sind. (weiterlesen)

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Mittwoch 27.07.11, 15:39 Uhr

Balkantronika & Schwarzrot Atemgold 09

Am Samstag, den 30. 7. findet um 19.30 Uhr auf der Freilichtbühne Wattenscheid das Finale des Odyssee-Festivals 2011 „Musik der Metropolen” statt. In der Ankündigung schreibt der Bahnhof Langendreer: »Dabei trifft das Berliner Musiker-Kollektiv Balkantronika auf Schwarz-Rot Atemgold 09, das blasmusikalische Kraftwerk aus dem Ruhrgebiet. Somit werden wohl alle Spielarten moderner Balkan-Musik vertreten sein und für viel Power und Tanzflächendruck sorgen. Als Support haben wir noch Friedemann Weise auf der Open-Air-Bühne, der zurzeit als „geistiger Führer der deutschen Satiropopszene” gilt.« Das Konzert ist wie immer umsonst & draußen. Näheres.

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Mittwoch 27.07.11, 13:36 Uhr
DGB zu Niedriglöhnern in Bochum:

Jung und in Leiharbeit

Die realen Einkommen von Niedriglöhnern sind seit der Jahrtausendwende stark gesunken. Bei Beschäftigten in diesen unteren Einkommensgruppen hätten die Einbußen 16 bis 22 Prozent betragen hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kürzlich herausgefunden. Nun legt der DGB die Zahlen für Bochum vor. Demnach ist die Zahl der Niedriglohnbeschäftigten von 12,7% im Jahre 2000 auf 17,4 % gestiegen. Inzwischen sind 8.414 Frauen und 6.656 Männer Vollzeit beschäftigt, erhalten aber Löhne unterhalb der Armutsschwelle. Der Durchschnittsverdienst aller versicherungspflichtig Beschäftigten Ende 2009 betrug 2.886 €. Im Niedriglohnbereich waren das weniger als 1.924 € Brutto für eine Vollzeitbeschäftigung. Im Durchschnitt aller Beschäftigten seien die Nettogehälter zwischen 2000 und 2010 preisbereinigt um 2,5 Prozent zurückgegangen. Das geht den Angaben zufolge aus neuen Umfrageergebnissen des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) hervor. (weiterlesen)

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Dienstag 26.07.11, 17:44 Uhr
Offener LeserInnenbrief von BoFo an die WAZ

Rassistische Souveränität
bei totaler Ahnungslosigkeit

Anlässlich der Berichterstattung der WAZ zu den Terroranschlägen in Norwegen hat das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V. heute, am 26. Juli folgenden offenen LeserInnenbrief an die Redaktion der WAZ geschickt:
„Sehr geehrte Redaktion der WAZ,
in Ihrer Samstagsausgabe vom 23.07.2011 berichten Sie sowohl auf der Titelseite („Terror erschüttert Oslo”) als auch auf Seite 2 („Überall liegen Verletzte”) über die rechten Terroranschläge in Norwegen. In beiden Artikeln stellen wir vom Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V. einen rassistischen Beißreflex seitens der WAZ fest.
In dem Leitartikel wissen sie zu vermelden: „Am Donnerstagabend bekannte sich eine Gruppe „Islamischer Dschihad” zu der Tat.” Stutzig hätten Sie werden sollen, da dieses von Ihnen zitierte Bekenntnis bereits einen Tag vor der Tat hätte abgegeben sein müssen. Auch legen Sie eine irritierende Fährte, wenn Sie bemerken, dass der Anschlag auch das Gebäude eines Verlages in Mitleidenschaft gezogen hat, „der kürzlich ein Buch über den Mohammed-Karikaturenstreit herausgegeben hatte.” (weiterlesen)

Dienstag 26.07.11, 14:20 Uhr

bsz 880: Wegweiser durchs Uni-Wirrwar

Die aktuelle Ausgabe der Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung richtet sich vor allem an Studienanfänger_innen und heißt sie willkommen. Die bsz gibt einen kleinen Überblick über die Ruhr-Uni und die Stadt Bochum. In Du Kind der Sechziger wird über die politische Landschaft auf dem Campus berichtet. Der Allgemeine Studierendenausschuss spielt als Vertretung der Studierenden eine wichtige Rolle, in seiner Unterstützung des Bildungsstreikes wurde deutlich, dass sich politisches Engagement lohnen kann: Die Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen sind endlich Geschichte. Weitere Themen in der 880. bsz-Ausgabe sind: (weiterlesen)

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Dienstag 26.07.11, 14:10 Uhr

“Es lernt sich besser ohne Helm”

“Am morgigen Mittwoch, den 27. Juli findet um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer auf Einladung des Bochumer Friedensplenums statt,  bei dem geplant werden soll, was verschiedene Organisationen in nächster Zeit zum Thema “Bundeswehr raus aus den Schulen” unternehmen können. Ziel ist es, die Kampagne der BSV zu diesem Thema zu unterstützen, indem auch Zielgruppen außerhalb der SchülerInnenschaft angesprochen werden. Außerdem sollen überlegt, welches eine geeignete Aktion auf der Berufsbildungsmesse sein kann, um dort gegen die Propaganda des Militärs zu protestieren. Grundlage für die Aktivitäten soll u. a. die Broschüre bilden, die das Bündnis „Schule ohne Bundeswehr NRW” herausgegeben hat. “Es lernt sich besser ohne Helm

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Montag 25.07.11, 21:23 Uhr
Die BSZ fragt: Semesterticket ja, Sozialticket nein?

Das Scheitern der Sozialpolitik

In der am kommenden Mittwoch erscheinenden Bochumer Stadt- und Studierenden Zeitung (BSZ) stellt Rolf van Raden einen Vergleich des Erfolgs “Semesterticket für Studierende” und des Flops “Sozialticket im VRR” an: »Der öffentliche Personennahverkehr an Rhein und Ruhr ist ein Politikum. Seit Jahren kämpft ein Bündnis aus Gewerkschaften und Sozialverbänden für ein Sozialticket, das sich auch Hartz-IV-EmpfängerInnen leisten können. Auf dem Papier haben sie einen Erfolg erzielt – aber wahrscheinlich nur dort. Studierende betrifft das erstmal weniger – sie fahren mit dem Semesterticket zum sehr günstigen Festpreis. Möglich ist das durch ein ausgeklügeltes Solidaritätsmodell. Weniger als 24 Euro pro Monat für ein Ticket, das in ganz NRW uneingeschränkt im Nahverkehr gilt – wie geht das? Viele gehen davon aus, dass das Ticket durch Steuergelder subventioniert wird. Das ist jedoch falsch. In das Semesterticket fließt kein Cent mehr öffentliches Geld als in jedes teuer erkaufte Ticket aus dem Automaten. Stattdessen ist der Preis das Ergebnis von freien Verhandlungen zwischen den Verkehrsverbünden und den Studierendenvertretungen. (weiterlesen)

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Montag 25.07.11, 17:57 Uhr
Die Anti-Atom-Bewegung formiert sich für neue Aktionen:

Der Widerstand geht weiter!

Das Anti-Atomkraft Bündnis Ruhrgebiet trifft sich am morgigen Dienstag, den 26. Juli um 19 Uhr im Bahnhof-Langendreer. Hier werden die nächsten Aktionen gegen die AKW-Bestandsgarantien von CDUSPDFDPGRÜNEN für weitere 12 Jahre überlegt. Das Bochumer Anti-Atom-Plenum meldet auf seiner Webseite Perspektivisches: »Langsam aber sicher kommt die Urananreicherungsanlage Gronau ins Wackeln, vor knapp zwei Wochen sprach der Chef der Urenco Gronau erstmals von einer Entschädigungssumme im Falle einer Stilllegung. Man schließt also auch in der Konzernzentrale eine Schließung der Gronauer UAA nicht mehr vollkommen aus… Aber bis dahin wird noch einiges an Anti-Atom-Arbeit auf der Straße von uns allen erfolgen müssen…
Aber wir sehen: Widerstand wirkt und wir werden weiter machen! (weiterlesen)

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Montag 25.07.11, 17:37 Uhr
Widerstand in Portugal:

Gegen die neoliberale Krisenbewältigung

Am Freitag, den 29. Juli findet um 19.30 Uhr eine Veranstaltung im Sozialen Zentrum statt unter dem Titel: “Portugal: Widerstand gegen die neoliberale “Krisenbewältigung” In der Ankündigung heißt es: »Portugal ist derzeit in den Medien sehr präsent. Das Land steckt in einer tiefen politischen und ökonomischen Krise und seit mehreren Monaten finden Massenproteste und Streiks statt. Neben den größeren Aktionen gibt es zunehmend lokale Antworten “von unten” auf die neoliberale Krisenbewältigung, so etwa Selbstorganisierungsversuche und Besetzungen. Auch in den nächsten Monaten wird in Portugal keineswegs Ruhe einkehren: Nach dem Regierungssturz fanden am 5. Juni Neuwahlen statt und die IWF/EU-Pläne werden weiterhin Widerstand erzeugen. Ismail Küpeli (Bundeskoordination Internationalismus) wird über die politische und ökonomische Krise, die neoliberale “Krisenbewältigung” und die wachsenden sozialen Proteste in Portugal berichten.«

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Montag 25.07.11, 14:45 Uhr
Soziale Liste zur Haushaltsplanung 2012:

“Bochum bleibt im Nothaushaltsrecht”

Die Soziale Liste im Rat schreibt: »Obwohl das Land den Zeitraum zur Erreichung eines ausgeglichenen kommunalen Haushaltes von fünf auf zehn Jahre verlängert hat, ist davon auszugehen, dass die Stadt Bochum auch in diesem Zeitraum keinen Haushalt erreichen wird, in dem Ausgaben und Einnahmen ausgeglichen sind. Dies hatte die Stadt zuletzt im Jahr 1990 erreichen können. In dem Entwurf für den Haushaltsplan 2012, der von der Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz in der 17. Ratssitzung am 21.07.2011 eingebracht worden ist, heißt es: „Nach dem Haushaltssicherungskonzept ist der Haushaltsausgleich derzeit nicht darstellbar”. (weiterlesen)

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Sonntag 24.07.11, 16:59 Uhr
Thema: Soziale Schieflage in weiten Teilen der uns bekannten Welt

Juli-Treffen des Bochumer Sozialforums

Am Montag, den 25. Juli 2011 findet um 19.00 Uhr im Sozialen Zentrum das Juli-Plenum des Bochumer Sozialforums statt, also wie immer am letzten Montag im Monat. Diskutiert werden soll über die geplante Ackermann/Stoiber/Reitz/Hellen Veranstaltung am 21. September im Bochumer Schauspielhaus und die weiteren Aktivitäten im Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit. Thema werden auch die Einführung des “Sozial”tickets im VRR, das seinen Namen nicht verdient, die Situation bei Opel und mögliche Veranstaltungen des Bochumer Sozialforum in diesem Herbst sein.

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Sonntag 24.07.11, 15:41 Uhr
Brief an das Ensemble des Schauspielhauses Bochum

“Die Zeit der verantwortungslosen Künstler ist vorbei.”

Im Streit um die Ackermann-Veranstaltung im Schauspielhaus Bochum wandte sich der ehemalige Intendant Frank-Patrick Steckel an das Ensemble. Der Brief liegt nun der Redaktion vor, den wir im folgenden dokumentieren:

An das Ensemble des Schauspielhauses Bochum – kurz vor den Ferien.

Ich bitte es mir nicht als Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Schauspielhauses auszulegen, wenn ich mich euch gegenüber zu dem in den Spielplänen des Theaters, an dem ihr beschäftigt seid, angekündigten Auftritt der Herren Reitz, Stoiber und Ackermann äußere und euch bitte, mit einem klaren Votum gegen diesen Auftritt zu protestieren.

Die Sache des Theaters ist längst nicht mehr die Sache eines Theaters – es ist die Sache aller Theater. Das bedeutet, dass das, was sich in einem Theater ereignet, alle Theater betrifft. Lasst ihr es zu, dass die genannten Herren eure Bühne erklimmen, werden alle Bühnen in Mitleidenschaft gezogen.

Das Theater ist die einzige Kunstform, die ausschließlich dem Menschen verpflichtet ist. (weiterlesen)

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