Donnerstag 16.06.11, 19:18 Uhr

DGB: Gewalt ist keine Privatsache

Der Bochumer DGB schreibt: »Gewalt hat längst Einzug in die Arbeitswelt gefunden. Aus nahezu allen Branchen können gerade Frauen von direkter bzw. struktureller Gewalt am Arbeitsplatz berichten. „Frauen arbeiten mehr in Teilzeit, haben öfter einen Minijob und ihr Einkommen ist im Schnitt 23 % niedriger als das der Männer,” so die DGB Kreisvorsitzende Ulrike Kleinebrahm. „Für Bochum zeichnet sich die strukturelle Gewalt z. B. dadurch aus, dass von den 34.000 Minijobs in Bochum nach DGB Angaben 22.000 von Frauen besetzt sind. Nur 4.000 Männer aber 19.000 Frauen arbeiten Teilzeit.” Solidarität zeigen und Öffentlichkeit schaffen! Dazu kamen heute die DGB Kreisvorsitzende Ulrike Kleinebrahm, die Leiterin des Bochumer Frauenhauses, Ulrike Langer und Vertreterinnen des DGB Frauenarbeitskreis zusammen.
„Für eine unbürokratische Aufnahme von Frauen, die misshandelt wurden oder von Gewalt bedroht sind, müssen auch Rahmenbedingungen geschaffen werden,” so Ulrike Langer, Leiterin des Bochumer Frauenhauses. „Wir haben den Eindruck, dass die Gruppe der Frauen, die aufgrund fehlender Finanzierungsmöglichkeiten eigentlich nicht aufgenommen werden können, immer größer werden. Dazu zählen z. B. Neu-EU-Bürgerinnen, Studentinnen oder Frauen ohne Aufenthalt.”
„Die Notwendigkeit von Frauenhäusern ist unbestritten,” so die DGB Kreisvorsitzende weiter, „doch für eine bedarfsgerichte Finanzierung ist kein Geld vorhanden! Die Finanzierung von Frauenhäusern muss endlich eine Pflichtaufgabe des Staates werden!”«

 
 
 
 


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