Donnerstag 26.05.11, 19:13 Uhr

Deutschlands Stoßtrupp

Der Bund der Vertriebenen in der deutschen Nachkriegsgeschichte

Am kommenden Dienstag, den 31. Mai findet der nächste Vortrag im Rahmen des Politischen Dienstags, einer Vortragsreihe des AStA der Ruhr-Uni, statt. Der Vortrag “Deutschlands Stoßtrupp – Der Bund der Vertriebenen in der deutschen Nachkriegsgeschichte” behandelt die reaktionären Vertriebenenverbände im Allgemeinen. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im KulturCafe an  der Ruhr-Uni. Referent ist der Journalist Erich Später. In seinem Vortrag wird er auf zentrale Aspekte dieser Geschichte eingehen und auch über eine geplante Ausstellung in Berlin sprechen. In der Ankündigung heißt es:

»Im Jahr 2008 beschloss der deutsche Bundestag unter maßgeblicher Beteiligung des “Bundes der Vertriebenen” die Einrichtung einer Dauerausstellung im Berliner “Deutschland- Haus” in der besonders an “das Leid der deutschen Vertriebenen” erinnert werden soll. Dabei ist zu befürchten, dass der BDV und seine politischen und publizistischen Hilfstruppen die Konzeption der Ausstellung bestimmen werden. Seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland waren der BDV und seine Vorläuferorganisationen die wichtigsten Förderer der Reintegration der NS- Eliten auf allen Ebenen der bundesrepublikanischen Gesellschaft. Über Jahrzehnte verfügten ehemalige NS- Aktivisten über großen Einfluss im BDV und seinen angegliederten Landsmannschaften.
Sie bestimmten die westdeutsche Erinnerungspolitik, in deren Zentrum vielfältige Formen des Gedenkens an die deutschen “Opfer” der Alliierten zelebriert wurden. Außenpolitisch weigerte man sich die Ergebnisse des 2. Weltkrieges zu akzeptieren und forderte die Revision der europäischen Nachkriegsordnung.«

 
 
 
 


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