Montag 23.05.11, 09:25 Uhr

AKW oder den Widerstand abschalten?

In der Frage, wie viele Atomkraftwerke wie schnell in Deutschland vom Netz gehen, stehen in den nächsten Wochen wichtige Entscheidungen an. Mit der heutigen montäglichen Mahnwache um 18.00 Uhr vor dem Hauptbahnhof und den Großdemonstrationen am kommenden Samstag, z. B. um 12.00 Uhr in Essen, mobilisiert die Anti-Atom-Bewegung für den sofortigen Atomausstieg. Auf dem Weg zu diesem Ziel gibt es große Fortschritte. 13 der deutschen 17 Atommeiler sind z. Z. abgeschaltet. Die Atomlobby hofft, dass es spätestens im Winter, nach Möglichkeit schon eher, zu einem Stromausfall kommt. Mit ihrer Drohung einer Strompreiserhöhung war es nicht gelungen, den Widerstand gegen den Betrieb der AKW zu schwächen. Andere Tricks haben bisher wenig bewirkt. Wenn die Medien jetzt nicht mehr über den GAU in Japan berichten, dann führt das zwar zu einer geringeren Mobilisierung auf der Straße, die sehr breite Ablehnung der Atomenergie in der Bevölkerung bleibt jedoch konstant. Da es beim Geschäft mit der Atomenergie um sehr viele Milliarden Euro Profite geht, ist weiterhin mit einer erheblichen (manchmal auch kriminellen) Energie der Kraftwerksbetreiber zu rechnen.  Selbst wenn ein Strom-Blackout Tote (z. B. in Krankenhäusern oder bei einem Verkehrschaos in Innenstädten) fordern kann, werden die Konzerne versuchen, die aus ihrer Sicht Unverzichtbarkeit des Atomstroms zu demonstrieren. Der Widerstand gegen die AKW muss also beharrlich bleiben und darf sich nicht abschalten lassen.

 
 
 
 


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