Samstag 14.05.11, 17:49 Uhr

DKP-Veranstaltung zu Libyen

Die Bochumer DKP lädt am Freitag, den 20. Mai um 19:30 Uhr im Bahnhof Langendreer zu einer Veranstaltung ein: “Solidarität mit dem libyschen Volk”.  In der Einladung heißt es: »Klaus von Raussendorff, ehemaliger Kundschafter des DDR-Auslandsnachrichtendienstes während seiner Tätigkeit im diplomatischen Dienst der BRD, Referent des Deutschen Freidenker-Verbandes für internationale Fragen, Mitglied der GRH e.V. wird
die Ereignisse in Libyen im Kontext der jüngsten Revolten in den arabischen Ländern analysieren und wir wollen mit ihm diskutieren, wie eine fundierte und radikale antiimperialistische Position angesichts der geführten Raubkriege formuliert und politisch hörbar gemacht werden kann.«  Die Einladung als PDF-Datei.

5 LeserInnenbriefe zu "DKP-Veranstaltung zu Libyen" vorhanden:

LeserInnenbrief(e) zu "DKP-Veranstaltung zu Libyen" als RSS


 

16. Mai. 2011, 12:12 Uhr

LeserInnenbrief von Jost Manderbach:

Mir bleibt die Spucke weg.Angesichts des tausendfachen Todes in Lybien, erklärt uns ein DDR Spion die Wahrheit über den Menschenfreund Ghaddafi. Heute wird er vom internationalen Gerichtshof in Den Haag zur Fahndung ausgeschrieben. Die DKP macht also Propaganda für einen international gesuchten Massenmörder.
Ich habe selber mit lybischen Überlebenden der Massaker sprechen können. Ich finde es völlig unverständlich, das der Bahnhof Langendreer eine solche Veranstaltung als Hausherr zuläßt.


 

16. Mai. 2011, 13:35 Uhr

LeserInnenbrief von Leser:

Und mir blieb die Spucke weg nach dem Lesen des Buches von Jutta Ditfurth “Krieg, Atom, Armut. Was sie reden, was sie tun: Die Grünen” Keine andere deutsche Partei hat sich derart für die Unterstützung des Libyen Krieges eingesetzt, wie die Grünen, deshalb wundert mich Ihr Leserbrief wenig. Ansonsten kann ich aus dem Inhalt der Veranstaltungsankündigung keine Propaganda für Gaddafi erkennen. Aber man darf doch wohl einen Krieg, der wegen Öl und Wasser, geführt wird kritisieren ohne gleichzeitig ein Freund von Gaddafi sein zu müssen. Oder passt das nicht in das grün-bürgerliche Weltbild?


 

16. Mai. 2011, 14:53 Uhr

LeserInnenbrief von Martin Budich:

Wenn sich Jost Manderbach als langjähriger Funktionär der Grünen über Gaddafi empört, frage ich mich, ob er wohl weiß, wer dafür gesorgt hat, dass Gadaffi mit reichlich Waffen für die aktuelle Auseinandersetzung versorgt wurde:
Josef Fischer hat entscheidend eingegriffen, damit das Waffenembargo aufgehoben wurde.
http://www.stern.de/politik/ausland/eu-aussenminister-wieder-waffen-fuer-libyen-530976.html


 

16. Mai. 2011, 16:36 Uhr

LeserInnenbrief von M.Achno:

Nein, uns bleibt nicht die Spucke weg.
Welches machtbesessene Geistes Kind Ghadaffi ist, hat sich schon Ende der 70er Jahre bei der von ihm befohlenen und als “anti-imperialistisch” deklarierten Aktion hinsichtlich eines Bombenanschlags auf die Berliner Disco La Belle, die von US-Soldaten frequentiert wurde, bei dem aber auch viele Unbeteiligte zu Tode kamen, manifestiert. Der mittels Sprengstoff herbeigeführte Flugzeugabsturz über dem schottischen Lockerbie ist ebenso präsent und von gleichem Charakter.Die Rolle der Grünen im weiteren Verlauf & in diesem Komplex ist hinreichend bekannt und von anderer Seite ins Spiel gebracht worden. Den Bhf.-Langendreer als Räumlichkeit zu kritisieren ist daher absurd und zeugt von Doppelmoral & Scheinheiligkeit.
Generell aber haben wir mangels Einsicht und fehlender Grundlagen, in welche politische Richtung und in welches Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell denn die sog. soziale Revolution in den arabischen Ländern münden soll, gewarnt.
Mittlerweile haben sich unsere Bedenken bestätigt:
Bewaffnete Übergriffe auf Arbeiter aus anderen afrikanischen Ländern mit dem Ziel sie aus Lybien zu vertreiben oder die Ermordung von koptischen ChristInnen in Ägypten. Von emanzipatorischen Verhältnissen keine Spur. Denn auch dort gilt: es gibt immer wen, auf dem herumgetrampelt werden kann.
Vor diesem Hintergrund muß sich die DKP gleichwohl kritisieren lassen, denn sie sind es, die den antiquierten und konstruierten Begriff eines ” Volkes ” abermals aus der Mottenkiste gekramt hat. Solidarität ist ein hohes Gut, doch wem sie zuteil wird, sollte bestens hinterfragt und beleuchtet werden.
Die bitterböse Geschichte ist in Stein gemeisselt und nicht vergessen!
Nestor, ehemals aus der Ukraine


 

30. Mai. 2011, 21:39 Uhr

LeserInnenbrief von Schueffelgen:

Warum kann ich nicht einfach Rebell gegen Gaddafi sein!?

Zunächst kann ich keinen vernünftig recherchierten Zivilschutzgrund finden ! Als Grundlage der Wahrheitsfindung sollte dienen:
Bertrand Russell’s Message to the Future
thruthem – 55.668 Aufrufe

http://www.youtube.com/watch?v=O8h-xEuLfm8

Was also sind die Fakten zum zivilen Protest und wann wurde er zum Bürgerkrieg?


Terminmitteilungen bitte an
redaktion@bo-alternativ.de