Archiv - April 2011
Sarrazynismus
Am Montagabend ist die Veranstaltungsreihe des Bündnis gegen Rechts gestartet, die unter dem Thema “Sarrazynismus” unterschiedliche Aspekte des Rechtspopulismus beleuchtet. Wolfgang Dominik referierte über „Sarrazin –ein deutscher Skandal oder Normalität?“ Er stellte seinen Ausführungen die These voran: “Die kapitalistische Klassengesellschaft beruht auf der Massenakzeptanz von sozialer Ungleichheit, bedingt durch den Antagonismus von Kapital und Arbeit. Soziale Ungleichheit und Ungleichwertigkeit werden ideologisch begründet durch geschlechtsspezifische, kulturelle, biologische, ethnische, religiöse, physische, psychische Differenzen, die vorgeschoben werden, konstruiert werden.” LinksDiagonal aus Essen hat das Referat aufgezeichnet und als mp3-file veröffentlicht. Das Manuskript als PDF-Datei.
Soul Cookin‘ im Biercafé
Am Mittwoch, den 6. April gastieren um 20.30 Uhr Soul Cookin‘ im Biercafé am Shakespeareplatz. Die Einladung verspricht ” einen raffinierter Eintopf für Soul-Liebhaber, der den milden Geschmack einer akustischen Band und die scharfen Grooves der Motown Ära zu einem unvergesslichen Ohrenschmaus vereint.” Als “Zubereitung für Soul Cooking” wird verraten: “Das feingehackte Schlagzeug und den fetten Bass in heißem Sound scharf anbraten. Mit dem Saft der frisch gepressten Gitarre veredeln und die groovige Masse vor Ende der Garzeit mit einer Prise Soul – Gesang abschmecken. Den Eintopf auf leiser Flamme ca. 1 ½ – 2 Stunden kochen lassen.” (weiterlesen)
Reinhard Junge: “Kriminelle Heimatkunde”
Am Freitag, den 8. 4. um 20.00 Uhr lädt der Bochumer Kulturrat in Gerthe zu einer Lesung mit Reinhard Junge ein: »Bekannt wurde er durch Kriminalromane wie „Das Ekel von Datteln”, „Straßenfest” und „Glatzenschnitt”, in denen Skandalöses und Absurdes aus dem Innenleben der Ruhrgebietsstädte als Vorlage diente. Zur „Kulturhauptstadt 2010″ veröffentlichte er zusammen mit Leo P. Ard den Erzählband „Mordsschnellweg”, in dem etliche Städte des Reviers ihr „Fett” abbekommen. Zur Zeit absolviert der 64-jährige sein letztes Jahr an einem Wattenscheider Gymnasium und denkt schon während der Abschlussarbeiten an seinem Krimi „Achsenbruch” mit großer Vorfreude über einen (literarischen) Mord im Schulministerium nach . . . (weiterlesen)
Herrschaftskritischer Workshop
Am 15.-17. April findet in Bochum ein Treffen zu den Themen “Gender, Antirassismus sowie Tierbefreiung” statt. In der Einladung heißt es: »Egal wie wir aussehen oder wo wir herkommen; egal ob wir ein oder zwei oder gar kein Geschlecht haben; egal welcher Spezies wir angehören – ähnlich starke Bedürfnisse verdienen ähnlich starke Berücksichtigung. Und genau damit wollen wir uns vom 15.-17. April 2011 in Bochum in Form eines herrschaftskritischen Workshopwochenendes intensiv beschäftigen.« Näheres.
Konzerthaus-Löcher
Die Soziale Liste schriebt in einer Pressemitteilung: »„Die Finanzierung der Bau-, der Betriebs- und Folgekosten für das geplante Konzerthaus/Musikzentrums sind ungeklärt, es gibt nur Vermutungen und keine belastbaren Zahlen”, sagte Nuray Boyraz in ihrer Rede in der Ratssitzung am 9. März und begründete so die Ablehnung der Beschlussvorlage „Realisierung des Musikzentrum Bochum” durch die Soziale Liste. Wie unsicher die Finanzierung des Konzerthauses ist, macht jetzt die Stiftung Bochumer Symphonie in einem Brief an die Spenderinnen und Spender vom 30. März 2011 deutlich. Entgegen der bisherigen Erklärung über 14.3 Mio. Spendengelder zu verfügen, heißt es jetzt in dem Schreiben, dass noch 4 Mio. Euro fehlen. (weiterlesen)
Das DDR-Kabinett-Bochum lädt ein
Am Freitag, den 15. April findet um 19:00 Uhr im Stadtteilzentrum Dahlhausen der IFAK, Am Ruhrort 14 eine Veranstaltung des “DDR Kabinett Bochum” statt. Der Titel: „War die DDR ein Unrechtsstaat? – Ist die BRD ein Rechtsstaat?” In der Einladung heißt es: »Das Wort „Unrechtsstaat” bezeichnet, ebenso wie das des „Schurkenstaates”, keinen völkerrechtlich definierten Begriff. Es sind Worte, mit denen gegnerische Staaten nicht absichtslos denunziert werden. Ist das Urteil gefällt, dann kann mit ihren Repräsentanten und Bürgern nach Belieben verfahren werden. „Unrechtsstaat” – das klingt nach illegitimer Herkunft. (weiterlesen)
Kinder beobachten Fledermäuse
Das Frühjahr naht und damit auch der Fledermausbeobachtungsabend des Arbeitskreises Umweltschutz Bochum. In der Einladung heißt es: »Am 08.04.11 ist es wieder soweit. Um 20.00 Uhr treffen sich alle an Fledermäusen interessierte Kinder am Ümminger See/Parkplatz Suntums Hof. Für Kinder ab 6 Jahre und ihre Eltern besteht wieder die Möglichkeit Fledermäuse aus der Nähe zu erleben. Bis zum Auftauchen der ersten Fledermaus erfahren die Kinder und Eltern in einem Frage-Antwort-Spiel viel Erstaunliches und Wissenwertes über diese faszinierenden, geheimnisvollen Tiere. (weiterlesen)
Argumente gegen Sarrazynismus
Das Bochumer Bündnis gegen Rechts koordiniert eine Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Argumente gegen Sarrazynismus“. In einer Pressemeldung heißt es: “An drei Abenden haben die jeweiligen VeranstalterInnen Referenten eingeladen, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln Sarrazins Rassismus und Sozialdarwinismus näher beleuchten. Das Bündnis gegen Rechts ist davon überzeugt, dass man diese Debatte nicht versachlichen kann, denn nichts an ihr ist richtig. Wir akzeptieren schlicht keine Haltung, die gesellschaftliche Verhältnisse nach Kosten-Nutzen-Erwägungen durchrechnet und Arme und MigrantInnen zur Ausschusspopulation erklärt. Daher möchte das Bündnis der fatalen Entwicklung, die sich unter dem Stichwort “Sarrazin“ in der Mitte der Gesellschaft vollzieht, verschiedene Gesichtspunkte und Argumentationsstränge entgegen setzen. (weiterlesen)
Dokumente der Anti-RWE-Demo
Auf der Sonderseite www.bo-alternativ.de/atom werden Meldungen und Dokumente aus der Anti-AKW-Bewegung veröffentlicht. Hier sind auch Reden von der Demo am Samstag zu finden, die elektronisch vorliegen: von Heffa Schücking (urgewald), von Dr. Ingo Bonde (IPPNW) und von Eckhard Stratmann-Mertens (attac)
Nazidemo im „Grevendicks Feld”
Azzoncao, ein Polit-Café schreibt: »Am Freitag, den 1. April 2011 waren ca. 150 Flüchtlinge von ihrer ehemaligen Unterkunft am Westfalendamm in die DoGeWo-Siedlung zwischen Lütgen-Dortmund und Bochum-Werne verlegt worden. Dies nahmen am gestrigen Samstag, den 2. April 2011, rund 100 Nazis zum Anlass gegen die neue Flüchtlingsunterkunft im „Grevendicker Feld” zu demonstrieren. Seit Mitte Januar hatten die Dortmunder Nazis, rund um die so genannten „Autonomen Nationalisten” des Nationalen Widerstand Dortmunds, die Verlegung der Flüchtlinge zum Anlass genommen in Lütgen-Dortmund völkische und rassistische Hetze zu betreiben. Sie verteilten Flugblätter, klebten Plakate und Aufkleber und saßen mit ca. 25 Kameraden der NPD und der ANs in einer Bürgerversammlung im evangelischen Gemeindehaus, als es eine öffentliche Diskussion über die Verlegung gab. (weiterlesen)
„Fukushima ist überall – Atomausstieg jetzt!“
Am Montag finden erneut bundesweit Mahnwachen unter dem Motto statt: „Fukushima ist überall – Atomausstieg jetzt!“. In Bochum ist von 18.00 Uhr bis 18.30 Uhr der Ort der Mahnwache der Platz gegenüber dem Hauptbahnhof am Ende der Huestraße.
Nazis wollen gegen Flüchtlinge hetzen
An der Stadtgrenze von Dortmund zu Bochum in der Stadtsiedlung Grevendicks Feld sind heute 150 Flüchtlingen eingezogen, die bisher in der Kaserne am Westfalendamm untergebracht waren. Die Dortmunder Nazis mobilisieren für morgen um 15.00 Uhr in Lüttgendortmund zu einem Aufmarsch, um gegen die Flüchtlinge zu hetzen. An Gegenaktivitäten ist bisher nichts bekannt. Sozialarbeiter, die die Flüchtlinge betreuen hatten bereits seit längerem für morgen um 15.00 Uhr zu einem Grillfest in der Siedlung eingeladen, um die neuen NachbarInnen willkommen zu heißen. Wahrscheinlich ist das der beste Treffpunkt, um sich den Nazis entgegen zu stellen.
Tipps für die morgige Anti-Atom-Demo
Die Auftaktkundgebung der morgige Anti-Atom-Demo in Essen findet direkt vor dem Hauptbahnhof auf dem Willy-Brandt-Platz statt. Nahverkehrszüge aus Bochum fahren um 11.56 Uhr, 12.14 Uhr, 12.19 Uhr, 12.33 Uhr. Wer den Luxus liebt, kann den ICE um 12.24 nehmen. Wer es langsam mag, kann in die S-Bahn um 12.16 Uhr steigen. Die Wetterprognose verspricht für Morgen den ersten Sommertag des Jahres. Sonnenschutz und Kopfbedeckung sind also dringend angeraten. Wer beim anschließenden Gang durch Essen Richtung RWE-Zentrale nichts dem Zufall überlassen will, sollte Ausschau halten, wo der beste Platz ist. Rhythmus-Fans sollten nach der 40-händigen Samba-Gruppe Ausschau halten. BlechfreundInnen sollten aufpassen, wo sich Atemgold 09 aufstellt. Rhythmus- und Musik-BanausInnen sollten in der Nähe eines der drei Lautsprecherwagen bleiben, die über weitere Anti-AKW-Aktivitäten informieren.
Die Organisation einer solchen Großdemonstration kostet einige Tausend Euro. Das Spendenkonto lautet: Ludwig Quidde Forum, BLZ 36010043, Kto-Nr. 7971432, Stichwort: Demo in Essen.
