Donnerstag 28.04.11, 17:45 Uhr

Protestmarsch gegen die Privatisierung städtischer Altenheime

Die Beschäftigten in den städtischen Alten- und Pflegeheime machen am kommenden 1. Mai mit einer Aktion deutlich, dass sie die Privatisierung der städtischen Einrichtungen ablehnen. Mit einem eigenen Demoblock sowie Transparenten und Schildern wollen sie am Tag der Arbeit die Öffentlichkeit auf ihre Situation aufmerksam machen. In einer Pressemitteilung von ver.di heißt es: »Gesundheit und Pflege muss weiterhin öffentliche Aufgabe bleiben. Ver.di lehnt die Privatisierung in Form der Ausgründung in eine GmbH ab. „Wir befürchten, dass der wahre Grund die Möglichkeit einer verstärkten Outsourcing-Politik nach Gründung der GmbH ist. Die Prekarisierung der Beschäftigungsverhältnisse wäre die Folge.”, so Gudrun Müller, Geschäftsführerin der ver.di Bezirkes Bochum-Herne.
Im vergangenen Dezember hatte die Verwaltung ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Firma CURACON im März im zuständigen Betriebsausschuss vorgestellt hat. Die Empfehlung der Gutachter wurde eins zu eins in die Beschlussvorlage der Verwaltung für die Sitzung am 10. Mai übernommen.
Die Beschäftigten befürchten, dass es das Personal ist, bei dem in Zukunft in erster Linie gespart werden soll. „Lohndumping, Tarifflucht und eine allein an Marktprinzipien ausgerichtete Unternehmenspolitik vertragen sich nicht mit der von der Politik eingeforderten Qualität der Pflege in den städtischen Einrichtungen.”, kommentiert die zuständige Gewerkschaftssekretärin Pamela Strutz die Situation.
Wir laden Sie herzlich ein, über die Aktion der Beschäftigten am 1. Mai zu berichten. Treffpunkt ist um 10 Uhr an der ver.di Geschäftsstelle, Universitätsstr. 76. Um 10.15 Uhr beginnt der Demonstrationszug in Richtung Innenstadt.«

 
 
 
 


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