Donnerstag 31.03.11, 19:37 Uhr

Fragen zum kopflosen Kriegerdenkmal

Die Linksfraktion in der Bezirksvertretung Ost hat folgende Anfrage an die Verwaltung gestellt: Dem Kriegerdenkmal Unterstraße / Alte Bahnhofstraße wurde im November des letzten Jahres der steinerne Kopf entfernt. Das Denkmal steht auf dem Grundstück und ist im Besitz des Vereins „Ehrenmal-Vereinigung”. Dieses Denkmal hat in der Vergangenheit immer wieder Widerspruch in der demokratischen Öffentlichkeit hervorgerufen. Ursächlich dafür ist vor allem die Inschrift im hinteren Teil des Denkmals: „Einst kommt der Tag, da alle Welt euren Ruhm verkünden wird”. Vor diesem Hintergrund fragt die Fraktion Die Linke in der Bezirksvertretung Bochum Ost:

  1. Wie ist der derzeitige Stand der Instandsetzung des Denkmals?
  2. Sieht die Verwaltung eine Möglichkeit, mit der Ehrenmal-Vereinigung einen Konsens darüber zu erzielen, den kriegsverherrlichenden Spruch zu entfernen?
  3. Ist es richtig, dass das Denkmal mit öffentlichen Geldern gepflegt wird, wenn ja, wie hoch sind die Kosten für diese Pflege?

2 LeserInnenbriefe zu "Fragen zum kopflosen Kriegerdenkmal" vorhanden:

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31. Mrz. 2011, 20:35 Uhr

LeserInnenbrief von Azzoncao, ein Polit-Cafe:

An die Linksfraktion in der Bezirksvertretung Ost

Es ist verständlich, dass Parteien das Parlament als Plattform verwenden, um sich und die eigenen Standpunkte in der Öffentlichkeit dar zu stellen.

Wir als unabhängige Antifa-Gruppe verstehen uns als Vertreter der direkten Basisdemokratie und so fragen wir uns, oder besser die Fraktion der “Linken”, ob sie sich auch an die Ehrenmal-Vereinigung direkt gewandt hat? Ob sie eine Diskussion mit dem Verein gesucht hat? Oder ob hier eine Diskussion über die Köpfe der Beteiligten hinweg geführt werden soll?
Über die Köpfe der Träger dieses revanchistischen Gedenkens, die Köpfe der aktiven KritikerInnen und der StadtteilbewohnerInnen.

Eine aktive antifaschistische Stadtteilpolitik besteht darin Konfliktorte und Träger der Positionen aufzusuchen und den Diskurs zu suchen. Nicht über deren Köpfe hinweg zu reden.
Besteht darin im Stadtteil Auseinandersetzungen mit Hilfe von Recherchen, Öffentlichkeitsarbeit und Interventionen zu führen.
Das hat Langendreer, Werne und Laer mehr als nötig, da hier bei den letzten Kommunalwahlen die NPD ihre besten Ergebnisse für Bochum eingefahren haben.
Sich jetzt wie ein Apendix an die bestehende Diskussion im Stadtteil zu hängen, hechelt den politischen Entwicklungen im Stadtteil hinterher, wirkt aufgesetzt und antifaschistisch konzeptlos.
Letztendlich wird aber auch niemand die “Linke” in der Auseinandersetzung ernst nehmen, da sie statt die Beteiligten ernst zu nehmen, das Stadtparlament als Bühne für sich nutzt.

mit freundlichen Grüßen

Azzoncao, ein Polit-Cafe


 

31. Mrz. 2011, 21:06 Uhr

LeserInnenbrief von Azzoncao, ein Polit-Cafe:

Sorry, muss heißen:

“…die Bezirksvertretung Bochum Ost als Bühne für sich nutzt…”

mfG
Azzoncao, ein Polit-Cafe


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