Mittwoch 23.03.11, 13:57 Uhr
Die Linksfraktion im Rat fordert:

Verzicht auf Atomstrom bei Stadtwerken

Anlässlich der aktuellen Debatte über die Atomkraft hat die Linksfraktion einen Antrag zur nächsten Ratssitzung gestellt. Die Linke im Rat möchte, dass die Stadtwerke in den Atomausstieg einsteigen und dass die Stadt entsprechend durch ihren Aktienbesitz Einfluss auf RWE nimmt. „Die Linke tritt seit ihrem Bestehen für den Ausstieg aus der Kernenergie ein. Die jüngsten Ereignisse in Japan haben gezeigt, dass das Restrisiko zu groß und nicht verantwortbar ist”, so der Vorsitzende der Linksfraktion Bochum, Uwe Vorberg. „Als Linksfraktion möchten wir, dass jetzt auch bei den Stadtwerken der Atomausstieg eingeleitet wird.” Die Stadtwerke Bochum sollen darstellen, wie in ihrem Strom-Mix der Anteil am Atomstrom schrittweise bis auf Null reduziert werden kann, ohne dass der Wegfall durch fossile Energien ausgeglichen wird.
Außerdem wird die Oberbürgermeisterin aufgefordert, im kommunalen Beirat Nord der RWE darauf hinwirken, dass der RWE-Aufsichtsrat keinen Projekten für neue Atomkraftwerke mehr zustimmt. Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz ist als Gast für die Stadt Bochum im kommunalen Beirat Nord der RWE vertreten, der auch initiativ gegenüber dem Aufsichtsrat werden kann.
„Wir wollen auch erreichen, dass der kommunale Beirat auf einen sofortigen Verzicht der Verlängerung der Laufzeiten insbesondere für Kernkraftwerke mit einem Alter von über 25 Jahren drängt”, fordert Vorberg. „Da scheinbar auch bei der SPD ein Umdenken in Bezug auf Atomkraft stattfindet, sind wir zuversichtlich, dass unser Antrag eine breite Mehrheit im Rat finden wird.”

1 LeserInnenbrief zu "Verzicht auf Atomstrom bei Stadtwerken" vorhanden:

LeserInnenbrief(e) zu "Verzicht auf Atomstrom bei Stadtwerken" als RSS


 

28. Mrz. 2011, 12:33 Uhr

LeserInnenbrief von Wörthersee:

Kernenergie? Hä? Wird demnächst vielleicht in einer Mitteilung der Linken im Rat sogar von Kernkraft gesprochen: kernig, energisch, kräftig? Als die Bochumer OB Scholz letztens dieses verharmlosende Unwort der Atomlobbyisten in ihrer Rede bei der DGB Kundgebung vor dem Rathaus benutzte, ging ein deutlich wahrnehmbares Raunen durch die Menge. Wohl nicht mitgekriegt, ihr Ratsvertreter…


Terminmitteilungen bitte an
redaktion@bo-alternativ.de