Mittwoch 16.03.11, 17:38 Uhr

Konservatives Frauen- und Mutterbild

Die Soziale Liste schreibt: »Ein neues Projekt „Stadtteilmütter NRW – Aktiv für Arbeit und Integration” ist von der Bundesagentur für Arbeit und dem Arbeitsministerium NRW vor wenigen Tagen gestartet worden. Neben Essen und Dortmund ist auch Bochum Standort des Projektes. 55 Frauen mit „Migrationshintergrund” aus den „Modellstädten” sollen in innerhalb von sechs Monaten zu „Stadtteilmüttern” qualifiziert werden und anschließend als soziale Ansprechpartnerinnen, Kummerkästen und Begleiterinnen bei Behördengängen für ihre Nachbarschaft tätig werden. Die Soziale Liste im Rat hat zu dem Projekt zahlreiche Fragen und Kritikpunkte. Zum Beispiel, dass ein konventionelles und konservatives „Frauen- und Mutterbild” gefördert wird.
Zur letzten Ratssitzung hat die Soziale Liste im Rat daher in einer Anfrage folgende Fragen gestellt, die von der Verwaltung beantwortet werden sollen:
1.Welche Informationen über die inhaltliche, soziale und arbeitsrechtliche Ausrichtung des Projektes liegen der Stadt vor?
2.Welche Träger führen dieses Projekt in Bochum durch?
3.Wie sieht der Umfang dieses Projektes in Bochum, deren lokale Ausrichtung aus?
4.Mit welchen längerfristigen Perspektiven für die Teilnehmerinnen ist dieses Projekt verbunden?
5.Warum wird mit diesem Projekt ein konventionelles und konservatives „Frauen- und Mutterbild” gefördert?
Warum wurden nur Frauen und nicht auch Männer berücksichtigt?
6.Ist daran gedacht, dass der Ausschuss für Arbeit, Gesundheit, Soziales bzw. der Rat sich mit dem Thema befasst?
7.Nach welchen Auswahlkriterien werden die Frauen bestimmt, die an dieser Maßnahmen teilnehmen?«

 
 
 
 


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